Schüler der Realschule plus Vulkaneifel gewinnen Preis für Projekt über Einkaufsgeschichte in Lutzerath
In Cochem-Zell gibt es immer wieder spannende Geschichten zu erzählen, die das Leben der Menschen in unserer Region widerspiegeln. Eine dieser Geschichten kommt direkt aus Lutzerath, wo vier Schüler der Realschule plus Vulkaneifel – Nick, Finn, Thea und Felix – sich auf eine historische Spurensuche begeben haben. Ihr Projekt mit dem Titel „Was darf’s sein? Einkaufen früher und heute“ hat nicht nur ihre Neugier geweckt, sondern auch die Jury eines kreisweiten Schulwettbewerbs überzeugt. Unter der Leitung ihres Klassenlehrers Steffen Wilbert haben sie untersucht, wie die Menschen einst in Lutzerath einkauften und was sich seither verändert hat.
Die vier Jugendlichen aus der Klasse 7a – mittlerweile in der 8a – haben ihre Erkenntnisse auf einer Website aufbereitet, die die Entwicklung des Einkaufens in ihrem Heimatort dokumentiert. Eine große Ehre folgte auf ihre Mühe: Bei der Preisverleihung im Kreishaus in Cochem übergab Landrätin Anke Beilstein ihnen ein Preisgeld von 250 Euro. Diese Auszeichnung ist die dritte erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme, die sie gemeinsam mit ihrem Lehrer erleben durften. Natürlich war der Wettbewerb nicht nur ein Anlass für die Schüler, ihre Ergebnisse zu präsentieren, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, sich mit dem Thema „Einkaufen früher und heute“ auseinanderzusetzen.
Einblicke in die Vergangenheit
Das Kulturbüro der Kreisverwaltung Cochem-Zell hat diesen Schulwettbewerb ins Leben gerufen, um den Schülern die Möglichkeit zu geben, Erinnerungen an lokale Geschäfte und frühere Einkaufsmöglichkeiten zu bewahren. Früher war der Einkauf eine ganz andere Erfahrung – zahlreiche Geschäfte und Handwerksbetriebe prägten das Bild der Dörfer. Heutzutage hingegen sind große Supermärkte und das Online-Shopping die Norm. Ein Ziel des Wettbewerbs ist es, genau diese Veränderungen zu beleuchten und die Schüler dazu zu ermutigen, historische Spuren zu suchen, sei es im Gespräch mit Großeltern oder durch eigene Recherchen.
Die Wettbewerbsbeiträge können noch bis zum 31. Mai 2026 eingereicht werden, und es warten vier Preisgelder von jeweils 250 Euro auf die besten Ideen. Ein besonderes Highlight: Ausgewählte Beiträge werden im Heimatjahrbuch 2027 veröffentlicht – ein tolles Gefühl, wenn die eigene Arbeit in gedruckter Form erscheint!
Eine spannende Entwicklung im Einzelhandel
Das Thema „Einkaufen“ ist nicht nur für die Schüler spannend. Auch auf nationaler Ebene wird die Geschichte des Einzelhandels seit Jahren intensiv behandelt. Der Handelsverband Deutschland (HDE) feierte 2019 sein 100-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsbuch, das die Kulturgeschichte des modernen Einzelhandels in Deutschland beleuchtet. In diesem Kontext erschienen zahlreiche Artikel über die Entwicklung des Handels, die von der Geschichte der Verkaufswagen bis hin zu den modernen Supermärkten reichen. Diese Betrachtungen zeigen, wie tiefgreifend sich das Einkaufserlebnis über die Jahrzehnte verändert hat und wie wichtig es ist, diese Geschichte auch für zukünftige Generationen zu bewahren.
Wenn man darüber nachdenkt, ist es beinahe faszinierend, wie viele Gedanken und Erinnerungen mit dem Einkauf verbunden sind. Ob der Geruch von frischem Brot beim Bäcker um die Ecke oder die bunten Auslagen in kleinen Geschäften – all das prägt unsere Erinnerungen und unser Verhältnis zu den Produkten, die wir konsumieren. Und genau hier setzen die Schüler aus Lutzerath an: Sie machen die Vergangenheit lebendig und zeigen, dass auch kleine Orte große Geschichten zu erzählen haben.
