Heute, am 26. Oktober 2026, dürfen wir in Cochem-Zell ein wichtiges Signal setzen: Das Gesundheitstelefon startet und informiert ab sofort über Brustkrebs. Ein ganz klarer Anlass ist der weltweite Brustkrebsmonat Oktober, der jedes Jahr zur Aufklärung und Sensibilisierung einlädt. Diesmal stehen die Themen Prävention und Früherkennung im Fokus – schließlich ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Alle Informationen dazu bietet die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e. V. (LZG) in ihrer Reihe „Gesundheit im Blick“. Hier wird der Beitrag „Brustkrebs: Risiken senken, früh erkennen“ angeboten, der wertvolle Hinweise zur Vorsorge enthält.

Laut der LZG kann jeder bereits mit kleinen Änderungen im Alltag beginnen, um das Risiko zu senken. Das ist doch mal eine ermutigende Nachricht! Wer mehr darüber erfahren möchte, findet den Beitrag unter www.gesundheit-im-blick-rlp.de. Dort kann man auch weitere interessante Texte zu Gesundheitsthemen im Alltag entdecken.

Brustkrebs in Rheinland-Pfalz

Im Oktober, dem Brustkrebs-Awareness-Monat, wird auch die Situation in Rheinland-Pfalz näher beleuchtet. Im Jahr 2024 wurden hier 3.800 neue Brustkrebsfälle bei Frauen und 29 bei Männern registriert. Ja, richtig gelesen, auch Männer sind betroffen, wenn auch in deutlich geringerem Maße. Die Zahl der Todesfälle ist alarmierend: 947 Frauen und 8 Männer verloren ihr Leben an dieser Krankheit. Aber keine Panik, denn die Inzidenz- und Mortalitätsraten sind insgesamt stabil. Übrigens, Brustkrebs tritt überwiegend bei älteren Frauen auf – die meisten Neuerkrankungen verzeichnet man bei den 65- bis 69-Jährigen.

Ein Lichtblick: Rund 80 % der neu diagnostizierten Tumoren werden in den frühen Stadien UICC I oder II entdeckt, was die Prognose erheblich verbessert. Hier wird oft operiert, während im fortgeschrittenen Stadium UICC IV die Systemtherapie im Vordergrund steht. Ein frühes Erkennen kann also Leben retten!

Früherkennung und neue Ansätze

Zur Früherkennung wurde das organisierte Mammographie-Screening ins Leben gerufen. Frauen zwischen 50 und 75 Jahren werden alle zwei Jahre eingeladen. Eine Evaluation im Sommer 2025 zeigte, dass Teilnehmerinnen um 20 bis 30 % weniger an Brustkrebs sterben als Nichtteilnehmerinnen. Daher wird aktuell über eine Absenkung des Teilnahmealters auf 45 Jahre diskutiert – eine Entscheidung steht bevor!

Und es gibt sogar neue Therapieansätze! Bei triple-negativem Brustkrebs, einem besonders aggressiven Typ, wird an einem individuellen mRNA-Impfverfahren geforscht. In einer kleinen Studie erhielten 14 Patientinnen nach der Standardtherapie eine maßgeschneiderte Impfung. Die Ergebnisse sind vielversprechend: Elf der 14 Patientinnen blieben bis zu sechs Jahre nach der Impfung rückfallfrei. Das klingt nach einem Hoffnungsschimmer für viele Betroffene.

Digitale Gesundheitsdaten und Krebsregister

Das Institut für digitale Gesundheitsdaten (IDG) arbeitet eng mit dem Krebsregister Rheinland-Pfalz zusammen, um die onkologische Versorgung zu verbessern. Seit 2016 erfasst das Register flächendeckend Daten zu Tumorerkrankungen – insgesamt liegen mittlerweile Informationen zu fast 1.000.000 Menschen vor. Das hat zum Ziel, die Behandlung und Nachsorge zu optimieren.

Es ist ein großes Zusammenspiel aus Aufklärung, Früherkennung und innovativen Therapien, das uns im Kampf gegen Brustkrebs weiterbringt. Bleiben Sie also aufmerksam, informieren Sie sich und nutzen Sie die Angebote, die Ihnen helfen können. Denn jede Information zählt!