Musica Alta Ripa – Jens Harzer, Leibniz und die Frauen in den Herrenhäuser Gärten
Am 20. Oktober 2026 wird die Region Hannover Zeuge eines ganz besonderen Ereignisses, das die Gemüter sicher erhellen wird. Die Veranstaltung „Musica Alta Ripa – Jens Harzer, Leibniz und die Frauen“ stellt den krönenden Abschluss der Leibniz-Festtage dar. Hier kommen nicht nur Liebhaber der klassischen Musik auf ihre Kosten, sondern auch jene, die sich für das spannende Leben und Werk von Gottfried Wilhelm Leibniz interessieren. Die Veranstaltung findet in den prachtvollen Herrenhäuser Gärten statt, die allein schon einen Besuch wert sind!
Leibniz, dieser brillante Kopf des 17. Jahrhunderts, war bekannt für seine tiefgründigen und humorvollen Briefwechsel – insbesondere mit der Kurfürstin Sophie von Hannover. Die beiden korrespondierten von 1680 bis zu Sophies Tod und entwickelten ein Vertrauensverhältnis, das durch die Jahre hinweg nur stärker wurde. Dabei schätzte Sophie Leibniz’ umfassendes Wissen, seine Fähigkeiten in der Politik und seine höfische Gewandtheit. Ein echter Austausch auf Augenhöhe, könnte man sagen! In 382 überlieferten Schriftstücken, die überwiegend auf höfischem Französisch verfasst sind, spiegelt sich eine ganz besondere Beziehung wider. Die Briefe wurden sogar 2007 von der UNESCO zum Weltdokumentenerbe erklärt – das spricht für sich.
Ein Abend voller Musik und Worte
Die Veranstaltung wird von Vokalduetti und Scherzi des Komponisten Agostino Steffani umrahmt. Steffani war eine einflussreiche Figur seiner Zeit, dessen kammermusikalische Werke viele Komponisten wie Georg Friedrich Händel inspirierten. Die Mitwirkenden, darunter die talentierten Franziska Giesemann (Sopran) und Anna Padalko (Alt), sowie das Ensemble Musica Alta Ripa unter der Leitung von Bernward Lohr, versprechen ein Klangerlebnis, das die Besucher in eine andere Zeit entführen wird. Jens Harzer und Marina Galic werden die Lesung der Briefe übernehmen, wodurch die tiefen menschlichen Gefühle und Gedanken von Leibniz und Sophie lebendig werden.
Die Veranstaltung dauert etwa 90 Minuten, inklusive einer kurzen Pause – genug Zeit, um sich in die Klänge und das geschriebene Wort zu vertiefen. Und das Beste? Die Eintrittskarten berechtigen nicht nur zum Zugang zur Veranstaltung, sondern auch zum Eintritt in den Großartigen Garten – ein weiterer Grund, den Abend zu genießen! Übrigens öffnet die Abendkasse eine Stunde vor Beginn, also rechtzeitig da sein, um einen guten Platz zu ergattern.
Ermäßigungen und Besonderheiten
Für Schülerinnen, Studierende und Freiwilligendienstleistende gibt es Ermäßigungen, was die Veranstaltung noch zugänglicher macht. Auch Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 sowie Inhaberinnen des HannoverAktivPasses können von reduzierten Preisen profitieren. Und für die Kleinsten: Kinder unter sechs Jahren benötigen ohne eigenen Sitzplatz keine Eintrittskarte. Das macht es zu einem Familienausflug!
Die Korrespondenz zwischen Leibniz und Sophie ist nicht nur ein faszinierendes Stück Geschichte, sondern auch ein Fenster zu den Gedanken und Ideen, die das Denken und die Philosophie seiner Zeit prägten. Leibniz war ein eifriger Korrespondent – insgesamt umfasst sein Briefwechsel mehr als 20.000 Briefe, in denen er mit über 1.300 Personen kommunizierte. Diese Briefe sind nicht einfach nur Worte auf Papier; sie sind ein integraler Bestandteil seines Schaffens. Man könnte sagen, sie sind das Herzstück seines Werkes. Das Ganze ist wie ein riesiges Puzzle, aus dem sich das Bild eines genialen Geistes zusammensetzt, der sogar im letzten Jahr seines Lebens noch fleißig Briefe schrieb.
Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover beherbergt einen Großteil dieser wertvollen Dokumente und wird somit zu einem wichtigen Ort für die Forschung und das Verständnis von Leibniz’ Gedankengut. Wer also die Möglichkeit hat, an der Veranstaltung in den Herrenhäuser Gärten teilzunehmen, sollte sich das nicht entgehen lassen! Es wird ein Abend voller Inspiration, Musik und einer tiefen Verbindung zur Geschichte – eine Einladung, die man einfach annehmen sollte.
