In der Region Hannover gibt es aktuell eine ganz besondere Ausstellung, die die Herzen von Tintenliebhabern und Geschichtsfans höher schlagen lässt. Die Ausstellung „Weltverbesserer. Pelikans (un)bekannte Innovationen“ ist bis Januar 2028 im Pelikanturm, auch bekannt als Pelikan-Tintenturm, zu sehen. Sie bietet einen spannenden Einblick in die fast 190-jährige Geschichte des Unternehmens Pelikan, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1838 einen festen Platz im Herzen der Marke Schreibwaren erobert hat.

Die Ausstellung präsentiert 24 ausgewählte Exponate, die die Vielfalt und Innovationskraft von Pelikan unter Beweis stellen. Hier finden sich nicht nur die bekannten Klassiker wie Tinte und Füllhalter, sondern auch überraschende Erfindungen und längst vergessene Produkte. Ein echtes Highlight sind die historischen Schreibgeräte, die in Vergessenheit geratenen Konservendosen und die beliebten TKKG-Bücher. Und ja, die Ausstellung geht weit über Tinte, Füllhalter und Farbkästen hinaus – sie zeigt, wie Pelikan die Alltagskultur mitgestaltet hat!

Kuratorenführungen

Ein besonderes Schmankerl sind die regelmäßigen Kuratorenführungen, die von Wilfried Leuthold aus dem Pelikan-Archiv und Dr. Andreas Urban geleitet werden. Immer sonntags um 11 Uhr nehmen sie die Besucher mit auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Ausstellung. Die Führungen bieten nicht nur tiefere Einblicke in die Exponate, sondern auch Geschichten und Anekdoten, die sich um die Geschichte von Pelikan ranken. Die nächsten Termine sind am 8. November und 6. Dezember 2026, gefolgt von zahlreichen weiteren Terminen in 2027 und sogar bis Januar 2028.

Aber der Pelikanturm bietet nicht nur die Ausstellung – er ist auch ein Ort, der tief in der Geschichte von Hannover verwurzelt ist. Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1832 zurück, als der Chemiker Carl Hornemann in Hannover seine Farben- und Tintenfabrik gründete. Hornemann wollte die damals importierten Künstlerfarben aus Frankreich und England ersetzen und begann, seine Produkte auch in Hannover-Hainholz zu verpacken. Ab 1864 gehörte er dem Senat der Stadt Hannover an und war ein bedeutender Unternehmer seiner Zeit. Der Pelikan selbst, heute das Markenzeichen des Unternehmens, geht auf ein Familienwappen zurück und symbolisiert Hilfsbereitschaft und Familiensinn.

Ein Blick in die Zukunft

Die Ausstellung wird vom 29. September 2026 bis Januar 2028 während der regulären Öffnungszeiten des Pelikan TintenTurms kostenfrei zugänglich sein. Ein kleiner Wermutstropfen: Am 6. Oktober 2026 bleibt die Ausstellung geschlossen, aber das wird sicher niemanden abhalten, die vielen Geheimnisse und Innovationen, die Pelikan zu bieten hat, zu entdecken. Die Verbindung von Tradition und Innovation wird hier lebendig – und das ist einfach unvergleichlich.

Man fragt sich, wie ein Unternehmen über so viele Generationen hinweg erfolgreich bleiben kann. Pelikan hat es geschafft, sich immer wieder neu zu erfinden, sei es durch die Einführung des ersten Kolbenfüllhalters 1929 oder durch die Entwicklung des Schülerfüllhalters „Pelikano“ in den 1960er Jahren. Der Pelikan hat immer wieder überzeugt und ist ein treuer Begleiter durch die Schul- und Studienzeit von vielen Generationen geworden. Anekdoten über die Zusammenarbeit mit Künstlern und die Entwicklung von Werbeplakaten bereichern die Geschichte des Unternehmens und machen die Ausstellung zu einem Erlebnis für Jung und Alt.

Die Faszination für Pelikan ist ungebrochen, und auch wenn die Zeiten sich ändern, bleibt die Marke im Herzen vieler Menschen verankert. Ob in der Schule, im Büro oder beim kreativen Schaffen – Pelikan ist einfach überall. Also, auf ins Abenteuer Pelikan – die Ausstellung wartet auf euch!