Leibniz Crime Night: Experten diskutieren über Missbrauchs- und Auftragsmordfälle im Welfenschloss
Die Vorfreude in der Region Hannover steigt! Am 3. November verwandelt sich der Lichthof des Hauptgebäudes der Leibniz Universität Hannover im Welfenschloss in eine spannende Arena der Kriminalität. Die Leibniz Crime Night steht vor der Tür und verspricht, das Publikum auf eine fesselnde Reise durch die Welt der echten Kriminalfälle mitzunehmen. Hier wird nicht nur erzählt, sondern auch diskutiert! Eine Strafverteidigerin und ein Vertreter der Staatsanwaltschaft präsentieren zwei packende Fälle und laden die Zuhörer ein, ihre eigenen Einschätzungen einzubringen.
Im Fokus steht ein Fall, der das Publikum mit Sicherheit zum Nachdenken anregen wird: Oberstaatsanwalt Maximilian Weihrauch schildert die erschütternde Geschichte eines Vaters, der seine Tochter über Jahrzehnte hinweg missbraucht hat. Der Missbrauch wurde erst aufgedeckt, als das Opfer bereits 50 Jahre alt war – unterstützt von Personen aus dem familiären Umfeld. Hier wird es um die komplexen Fragen der Willensbildungsfähigkeit gehen – ein Thema, das viele berührt und aufrüttelt.
Ein Auftragsmord, der nicht zustande kam
Aber das ist noch nicht alles! Auch Rechtsanwältin Sandra Rothschild wird einen Auftragsmordfall präsentieren, der Spannung pur verspricht. Ein Familienvater reist ohne seine Frau und Kinder nach Thailand, und während er dort weilt, wird in Deutschland ein Mord an ihm geplant. Hier stellt sich die Frage: Wie viele Beteiligte sind nötig, damit ein solcher Plan scheitert? Die Antworten könnten verblüffend sein!
Diese Veranstaltung ist der Auftakt einer neuen Reihe und richtet sich nicht nur an die interessierte Öffentlichkeit, sondern auch an Studierende und Beschäftigte der Leibniz Universität Hannover. Veranstaltet wird das Ganze vom Leibniz Science Communication Lab und dem Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Sanktionenrecht.
Die Stimmen der Experten
Dabei sind die Experten nicht nur schlaue Köpfe, sondern auch erfahrene Praktiker. Maximilian Weihrauch hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Als Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft München II leitet er die Abteilung für Betäubungsmittelstrafrecht und hat sich mit Themen wie Zwangsprostitution und Menschenhandel auseinandergesetzt. Und Sandra Rothschild hat sich seit zwölf Jahren in der Nürnberger Kanzlei „Magold, Walter & Hermann Rechtsanwälte“ einen Namen gemacht. Ihre Schwerpunkte liegen vor allem im Bereich der Betäubungsmittelstraftaten sowie in der Verteidigung bei Kapital- und Sexualdelikten. Ein starkes Duo, das die Fälle lebendig werden lässt.
Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. iur. Tobias Kulhanek, der die dargestellten Aspekte in einen breiteren Kontext einordnen wird. Als Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Sanktionenrecht bringt er nicht nur viel Wissen mit, sondern auch die Perspektive eines ehemaligen Richters am Landgericht a. D.
Die Leibniz Crime Night ist also nicht nur ein Event für Krimifans, sondern ein spannendes Forum, das zum Nachdenken anregt und die Möglichkeit bietet, sich aktiv zu beteiligen. Wer Interesse hat, sollte sich sputen: Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich unter www.uni-hannover.de/crimenight. Seid dabei, wenn die Dunkelheit der Kriminalfälle auf die Lichtstrahlen der Gerechtigkeit trifft!
