Am 26. Oktober 2026 fand im Arberland Tagungshaus ein spannender Vortragsabend zum Heizungstausch statt, organisiert vom Fachbereich Klimaschutz des Landkreises Regen im Rahmen des Klimaherbstes Niederbayern. Die Veranstaltung zog zahlreiche interessierte Bürger an, die sich über die neuesten Heizsysteme für bestehende Wohngebäude informieren wollten. Dabei wurden nicht nur verschiedene Heiztechnologien vorgestellt, sondern auch die finanziellen Möglichkeiten, die sich für Hauseigentümer und Mieter ergeben.

Wolfgang Kuchler, ein versierter Energieberater, stellte unter anderem Biomasseheizungen mit Pellets, Hackgut oder Stückholz vor. Wärmepumpen waren ein weiterer Schwerpunkt des Abends. Diese sind besonders interessant, da sie auch in Bestandsgebäuden eingesetzt werden können – vorausgesetzt, das Gebäude wird individuell geprüft. Eine Heizlastberechnung ist dabei essenziell, ebenso wie die Empfehlung, eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur von maximal 55 °C zu erreichen. Oft kann dies durch den Austausch einzelner Heizkörper oder durch einfache Effizienzmaßnahmen realisiert werden.

Fördermöglichkeiten und Kredite

Die finanziellen Aspekte waren ebenfalls ein zentrales Thema. Kuchler informierte über die aktuellen KfW-Förderungen, die eine Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten bieten. Besonders spannend sind die möglichen zusätzlichen Förderungen durch den Klimageschwindigkeitsbonus und den einkommensabhängigen Bonus, die Gesamtförderquoten zwischen etwa 50 und 70 Prozent ermöglichen können. Stephan Gerl von der Sparkasse Regen-Viechtach erklärte, wie die KfW-Förderkredite für den Heizungstausch beantragt werden können. Der Ablauf ist klar: Zuerst muss der KfW-Zuschuss bewilligt werden, bevor der Förderkredit beantragt werden kann. Die Zinsen liegen oft unter dem allgemeinen Bankzinsniveau, was den Heizungstausch finanziell noch attraktiver macht.

Besonders erfreulich ist, dass seit dem 21. Juli 2026 der Austausch von Öl- oder Gasheizungen gegen Heizungen mit erneuerbaren Energien gefördert wird. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG-EM) ist dafür zuständig. Hier können neben Wärmepumpen auch Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen und sogar innovative Heiztechnik in den Genuss von Förderungen kommen. Wer plant, seine alte Heizung durch eine dieser Technologien zu ersetzen, sollte auf jeden Fall einen Blick auf die technischen Anforderungen und die Förderrichtlinien werfen.

Beratung und kommende Veranstaltungen

Eine gute Beratung ist entscheidend für die richtige Entscheidung. Der Landkreis Regen bietet in Kooperation mit dem VerbraucherService Bayern kostenlose Energieberatungen an. Diese finden freitags von 14 bis 18 Uhr in Regen, Viechtach und Zwiesel statt. Eine vorherige Terminvereinbarung unter 0800-809802400 oder 09921-601211 ist notwendig. Wer sich noch nicht sicher ist, welche Heizlösung die beste für sein Zuhause ist, ist dort genau richtig. Zudem wird ein Wärmepumpenspaziergang am Samstag, 21. November, in Regen angeboten. Hier können zwei realisierte Wärmepumpen in privaten Bestandsgebäuden besichtigt werden – eine tolle Gelegenheit, um sich direkt vor Ort ein Bild zu machen!

Die Förderungen sind nicht nur für Eigentümer von Einfamilienhäusern interessant. Auch Mehrfamilienhäuser kommen in den Genuss von Fördermöglichkeiten – bis zu 28.000 Euro für die erste Wohneinheit und bis zu 15.000 Euro für die weiteren Wohneinheiten. Das Ganze ist eine win-win-Situation für alle Beteiligten. Besonders erwähnenswert ist, dass die Grundförderung für Wärmepumpen ab dem ersten Quartal 2027 von 30 auf 15 Prozent sinkt. Daher ist es ratsam, schnell zu handeln, um noch von den aktuellen Konditionen zu profitieren.

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bündelt verschiedene Förderprogramme und hat das Ziel, energetische Sanierungen voranzutreiben, die sowohl die Energiekosten senken als auch den Energieverbrauch reduzieren. Wer also darüber nachdenkt, seine Heizung zu modernisieren oder andere energetische Maßnahmen an seinem Gebäude zu ergreifen, sollte sich unbedingt über die vielfältigen Fördermöglichkeiten informieren. Der Weg zur umweltfreundlichen und effizienten Heizung wird dadurch einfacher und finanziell attraktiver – und das ist schließlich ein Schritt in die richtige Richtung für unsere Umwelt!