Im beschaulichen Lichtenfels wird die Ausbildungslandschaft ab Juli 2024 aufgemischt! Die neu gestartete digitale Plattform AzubMe verspricht, Ausbildungsbetriebe und künftige Azubis auf eine unkomplizierte Weise zusammenzubringen. Wenn man überlegt, dass viele Jugendliche heutzutage mit dem Smartphone groß werden, ist es nur logisch, dass die Suche nach einem Ausbildungsplatz auch digital stattfinden kann. Mit einer mobilen App können Ausbildungssuchende durch die Angebote wischen, als wären sie auf einer Dating-Plattform. Die Unternehmen hingegen bekommen ein Web-Dashboard, um ihre Ausbildungsplätze attraktiv zu präsentieren. Ein echter Gewinn für alle!

Gerade in einer Zeit, in der die Suche nach einem Ausbildungsplatz oft wie ein Glücksspiel erscheint – das zeigt auch die angespannte Lage auf dem Ausbildungsmarkt – könnte AzubMe ein Lichtblick sein. Immerhin blieben 2024 in Deutschland rund 69.400 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das sind 12,8 Prozent des gesamten Angebots! Da ist es kein Wunder, dass die Konkurrenz um Nachwuchskräfte in Regionen mit wenigen Bewerbern besonders hoch ist. In diesem Zusammenhang könnte AzubMe helfen, die Sichtbarkeit und Attraktivität der Ausbildungsplätze in Lichtenfels zu erhöhen.

So funktioniert’s!

Um die App nutzen zu können, müssen Jugendliche unter 16 Jahren zunächst die Zustimmung ihrer Eltern einholen. Die App fragt das Alter vor dem Download ab und sorgt dafür, dass Eltern gegebenenfalls weitere Informationen über die Schule erhalten. Das ist eine tolle Sache, denn das Thema Ausbildung sollte von Anfang an transparent sein! Wenn die Zustimmung da ist, können die Jugendlichen mit dem Erstellen ihres Profils beginnen. Hier sind einige wichtige Punkte, die sie beachten sollten:

  • Aussagekräftiges Profil erstellen: Vollständige Angaben zu Name, Wohnort, Hobbys und eine kurze Selbstbeschreibung sind hier essenziell. Und ein freundliches Profilbild – das Auge isst ja bekanntlich mit!
  • Persönliche Prioritäten angeben: Flexible Arbeitszeiten oder eine Übernahmegarantie? Die Ausbildungssuchenden können ihre wichtigsten Kriterien priorisieren.
  • Viele Stellen ansehen und nach rechts wischen: Das Tolle ist, dass es keine Begrenzung der Swipes gibt. Ein einfaches „Wisch“ nach rechts zeigt Interesse, verpflichtet aber nicht zur Bewerbung.
  • Ersten Kontakt aufnehmen: Nach einem Match ist es wichtig, eine höfliche Nachricht zu schicken und das Interesse an der Stelle kurz zu erläutern.
  • Freundlich und zeitnah antworten: Höflichkeit ist das A und O – auf Nachrichten von Unternehmen sollte möglichst schnell reagiert werden.

Ein Blick auf die Zahlen

Stand Oktober 2026 gibt es bereits 66 Unternehmen in der Region, die insgesamt 192 Ausbildungs-, duale Studien- und Praktikumsplätze anbieten. Diese Stellen wurden 13.430-mal aufgerufen – das zeigt, dass das Interesse auf jeden Fall vorhanden ist! Mit 444 bestätigten Matches ist AzubMe auf einem guten Weg, um eine Brücke zwischen den Unternehmen und den Bewerbern zu schlagen.

Die Plattform ist nicht nur ein einfacher Weg für Berufseinsteiger. Sie könnte auch langfristig dazu beitragen, dass Ausbildungsplätze besetzt werden, die sonst vielleicht ungenutzt blieben. Schließlich ist es wichtig, dass die Betriebe ihre Sichtbarkeit erhöhen und durch moderne IT-Ausstattung sowie authentische Einblicke in den Ausbildungsalltag punkten. Eine offene Unternehmenskultur und schnelle Kommunikation sind für die Ausbildungssuchenden ebenfalls entscheidend.

Die Herausforderungen des Ausbildungsmarktes

Wie wir alle wissen, ist der Ausbildungsmarkt kein Zuckerschlecken. 2024 absolvierten rund 1,22 Millionen Menschen eine Ausbildung – ein Rückgang im Vergleich zu den Jahren zuvor. Die Gründe dafür sind vielfältig: sinkende Schulabgängerzahlen, mehr Schüler, die sich für einen höheren Schulabschluss entscheiden, und die Folgen der Coronapandemie. Zudem gibt es immer noch viele unversorgte Bewerber. Bis zum 30. September 2025 waren 39.900 Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz – das ist der höchste Stand seit 2009!

In diesem Kontext hat AzubMe das Potenzial, eine wichtige Rolle zu spielen. Die Plattform könnte helfen, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage besser hinzubekommen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Lage in den kommenden Jahren entwickeln wird. Die Unternehmen in Lichtenfels haben mit AzubMe die Möglichkeit, ihre Ausbildungsmöglichkeiten zu präsentieren und die richtigen Talente zu finden. Und die jungen Menschen? Die sollten sich die Chance nicht entgehen lassen, in einer digitalen Welt ihren Traumjob zu finden!

Wer Fragen hat oder mehr Informationen benötigt, kann sich gerne an Helmut Kurz, den Wirtschaftsförderer des Landkreises Lichtenfels, wenden. Er ist telefonisch unter 09571/181500 oder per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung@landkreis-lichtenfels.de erreichbar.