Pilzseminar in der Umweltstation Obermain-Jura am 26. September
Am Samstag, den 26. September, verwandelt sich die Umweltstation Obermain-Jura in ein wahres Pilzparadies. Von 9 bis 17 Uhr dreht sich alles um die schmackhaften, aber auch faszinierenden Gewächse des Waldes. Ein ganztägiges Pilzseminar steht auf dem Programm und verspricht nicht nur spannende Einblicke, sondern auch praktische Erfahrungen im Umgang mit den heimischen Pilzen.
Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreicher Tag, der mit einem informativen Vortragsblock beginnt. Hier werden Erkennungsmerkmale zur Bestimmung von Pilzen vorgestellt, und es gibt eine Einführung in die wichtigsten Pilzgattungen. Dabei wird nicht nur der Fokus auf die schmackhaften Speisepilze gelegt, sondern es wird auch die allgemeine Artenkenntnis geschult. Nach dem Theorie-Teil geht’s dann raus in die Natur – eine Exkursion in ein nahegelegenes Waldstück steht auf dem Plan. Hier können die Teilnehmenden ihre frisch erlernten Kenntnisse direkt anwenden und ihre eigenen Pilzfunde genauer eingrenzen.
Praktische Tipps für die Pilzernte
Für alle, die nicht nur das Seminar besuchen, sondern auch selbst auf Pilzsuche gehen möchten, gibt es einige wertvolle Tipps. Beliebte Speisepilze, die man in unseren Wäldern finden kann, sind unter anderem der Steinpilz, der Pfifferling, die Marone und der Birkenpilz. Bei der Ernte sind einige Dinge zu beachten: Die Pilze sollten frisch und sicher bestimmt sein. Alte oder weiche Stellen sollten großzügig entfernt werden – im Zweifel besser wegwerfen. Das Zubereiten dieser Köstlichkeiten ist ein Genuss: Frische Pilze werden trocken geputzt, in Scheiben geschnitten und dann in einer Pfanne mit Zwiebeln, Butter oder Öl kurz gebraten. Ein bisschen Salz, Pfeffer und frische Petersilie dazu – und fertig ist das Pilzgericht, das wunderbar zu Brot, Rührei oder Nudeln passt.
Wichtig ist, dass die Pilze mindestens 15 Minuten bei über 70 °C erhitzt werden, um mögliche Giftstoffe abzubauen. Das gilt besonders für Pilzarten wie den Grünen Knollenblätterpilz, der für die meisten tödlichen Vergiftungen in Europa verantwortlich ist. Ein sicherer Umgang mit Pilzen erfordert Erfahrung und Wissen. Wer unsicher ist, sollte im Zweifelsfall lieber die Finger davon lassen. Unbekannte Pilze einfach stehen lassen! Und: Apps zur Pilzbestimmung sind zwar hilfreich, aber sie ersetzen nicht die eigene Merkmalsprüfung.
Das richtige Equipment für die Pilzsuche
Wer sich auf die Suche nach den schmackhaften Waldbewohnern machen möchte, sollte gut ausgestattet sein. Ein Weidenkorb oder ein Netzbeutel sind ideal, um die Pilze frisch zu transportieren, während ein scharfes Messer mit Bürste zum Putzen nicht fehlen sollte. Ein Pilzführer, der die wichtigsten Merkmale und mögliche Doppelgänger zeigt, ist ebenfalls ein absolutes Muss. Denn nichts ist so frustrierend wie das Sammeln von Pilzen, nur um später festzustellen, dass man einen giftigen Doppelgänger erwischt hat.
Und die besten Fundorte? Oft an Waldrändern, Lichtungen und auf humusreichen Böden in der Nähe bestimmter Baumarten. Steinpilze und Maronen findet man häufig bei Fichten oder Kiefern, während Pfifferlinge gerne in Laub- und Mischwäldern wachsen. Die Hauptsaison für Pilze zeigt sich meist von Juli bis Oktober, und nach ein paar Regentagen in Kombination mit warmem Wetter entstehen optimale Bedingungen für das Pilzwachstum.
Wer am 26. September teilnehmen möchte, sollte sich vorher anmelden, denn die Plätze sind begrenzt und die Teilnahme ist gebührenpflichtig. Anmeldungen sind online unter www.lkr-lif.de/uws-kurse möglich. Alternativ kann auch telefonisch unter 09571/189034 Platz reserviert werden. Und nicht vergessen: Wetterangepasste Kleidung und festes Schuhwerk sind ein absolutes Muss für die Exkursion in den Wald!
