Heute, am 28. Oktober 2026, ist Greiz ein ganz besonderer Ort für Kunstliebhaber und Geschichtsinteressierte. Anlässlich des 300. Geburtstags von Daniel Chodowiecki – einem der bekanntesten Illustratoren des 18. Jahrhunderts – öffnet das Sommerpalais im Fürstlich Greizer Park seine Türen für eine beeindruckende Ausstellung. Von 11:00 bis 17:00 Uhr können Besucher die faszinierenden Druckgrafiken dieses Berliner Malers und Kupferstechers bewundern.

Chodowiecki, der am 16. Oktober 1726 in Danzig geboren wurde, hinterließ ein riesiges Erbe mit über 2.000 Grafiken, und viele davon sind hier in Greiz zu sehen. Besonders die Illustrationen zu Johann Bernhard Basedows „Elementarwerk“ von 1774 stehen im Fokus dieser Ausstellung. Das Sommerpalais hat einen noch nicht vollständig erschlossenen Bestand seiner Werke, und das ist eine einmalige Gelegenheit, einen Teil davon zu erleben. Wer hätte gedacht, dass eine kleine Stadt wie Greiz solch einen Schatz birgt?

Ein Meister seiner Zunft

Chodowiecki war nicht nur ein einfacher Kupferstecher, sondern ein Visionär, der seinen eigenen Stil entwickelte und sich mit seinen Werken international einen Namen machte. Seine Illustrationen zierten die Seiten von großen Autoren wie Goethe und Schiller. Ein echter Star unter den Künstlern seiner Zeit! Diese Ausstellung ist deshalb nicht nur eine Hommage an seinen Geburtstag, sondern auch eine Würdigung seines künstlerischen Schaffens und seines Einflusses auf die Druckgrafik.

Die Auswahl an Druckgrafiken im Sommerpalais ist eine wahre Augenweide. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Chodowiecki durch seine feine Linienführung und detailverliebte Darstellungen das Leben und die Kultur seiner Zeit einfing. Es gibt so viel zu entdecken, und man kann fast das Rascheln der Blätter und das Flüstern der Zeit spüren, während man durch die Ausstellung schlendert.

Ein Leben voller Leidenschaft und Engagement

Sein Weg war nicht immer einfach. Nach dem Tod seines Vaters begann Daniel eine kaufmännische Lehre, doch die Kunst ließ ihn nicht los. Er zog 1743 nach Berlin, wo er seine Leidenschaft für das Zeichnen entdeckte und sich schnell in der französischen Gemeinde engagierte. Dort heiratete er auch seine Frau Johanna Marie und gründete eine Familie. Mit sechs Töchtern und drei Söhnen war sein Haus immer lebhaft – und künstlerisch begabt!

Seine Karriere nahm Fahrt auf, als er 1763 und 1764 seine druckgrafische Arbeit wieder aufnahm. Chodowiecki war ein fleißiger Arbeiter und produzierte bis zu 2042 Radierungen. Er arbeitete sogar mit einer Werkstatt, um den hohen Anforderungen seiner Aufträge gerecht zu werden. Ein wahres Multitalent, könnte man sagen!

Ein Erbe, das bleibt

Die Ausstellung im Sommerpalais ist Teil eines größeren Projekts, das anlässlich seines 300. Geburtstags ins Leben gerufen wurde. Unter dem Titel „Chodowiecki 300“ sind 50 Veranstaltungen an 22 Orten in Deutschland und Polen geplant. Für Kunstliebhaber, Historiker und einfach Neugierige ist das eine einmalige Chance, mehr über diesen faszinierenden Künstler zu erfahren und seine Werke zu genießen.

Ein Besuch lohnt sich also! Das Sommerpalais bietet nicht nur einen Blick in die Vergangenheit, sondern auch ein Stück lebendige Geschichte. Greiz wird zum Schauplatz für ein künstlerisches Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte! Und wenn man durch die Ausstellung schlendert, bleibt einem nur zu hoffen, dass die Zeit stehen bleibt, um all diese Schönheit in vollen Zügen zu genießen.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Webseite des Sommerpalais Greiz.