Es war ein denkwürdiges Wochenende in Leipzig! Am 17. und 18. Oktober 2026 fand dort der 8. Clara-Schumann-Wettbewerb statt, und die Aufregung war förmlich spürbar. Der Wettbewerb, der talentierten jungen Pianistinnen und Pianisten ab zehn Jahren aus ganz Deutschland offenstand, zog zahlreiche musikalische Talente an. Inmitten dieser beeindruckenden Atmosphäre trat die 12-jährige Annelie Otto aus Altenburg an, um ihr Können zu zeigen.

Vor fünf Jahren begann Annelie ihre musikalische Reise an der Musikschule des Altenburger Landes, unter dem fachkundigen Auge von Arve Stavran. Ihre Teilnahme in der Altersgruppe AG I war ein ganz besonderer Moment, denn sie wusste, dass sie in der renommierten Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig spielen würde – ein Ort, der Geschichte atmet und Musikerträume verwirklicht.

Ein beeindruckendes Repertoire

Mit einer Auswahl an Werken, die sowohl Klassik als auch Romantik umfassten, stellte Annelie ihr Talent unter Beweis. Sie spielte unter anderem „Quatre Polonaises“ von Clara Schumann, die Sonate in D-Dur KV 576 von Wolfgang Amadeus Mozart und die „Three piano pieces“ von Amy Beach. Auch ein bezauberndes Stück von Cécile Chaminade – die „Valse mignonne“ – durfte nicht fehlen. Man kann sich nur vorstellen, wie die Tasten unter ihren Fingern lebendig wurden und das Publikum mit den Klängen in ihren Bann zog.

Die Jury war beeindruckt und verlieh Annelie den dritten Preis. Ein großartiger Erfolg, der nicht nur ihre Fähigkeiten, sondern auch die hervorragende Vorbereitung durch ihren Lehrer, Arve Stavran, widerspiegelt. Die Schulleiterin der Musikschule Altenburger Land, Gabriele Herrmann, gratulierte Annelie herzlich und bedankte sich für die Unterstützung, die sie auf ihrem Weg erhalten hat.

Ein Wettbewerb mit Tradition

Der Clara-Schumann-Wettbewerb hat eine lange Tradition und würdigt das Lebenswerk einer der bedeutendsten Komponistinnen der Musikgeschichte. Clara Schumann, geboren in Leipzig, war nicht nur eine großartige Pianistin, sondern auch die erste Klavierprofessorin Deutschlands. Ihr Erbe lebt in den Herzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fort, die während des Wettbewerbs nicht nur ihre technischen Fähigkeiten, sondern auch die Ausdruckskraft ihrer Interpretationen unter Beweis stellen.

In diesem Jahr unterstützte die Europäische Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur den Wettbewerb mit einer großzügigen Förderung von 2.000 Euro. Ein toller Beitrag zur Förderung junger Talente! Es ist erstaunlich zu sehen, wie sich die Musikszene in unserer Region entwickelt und wie sie junge Menschen inspiriert.