Im Märkischen Kreis ist die Verkehrssicherheit ein heißes Thema, das uns alle betrifft. Überhöhtes Tempo zählt hierzulande zu den Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Das hat die Kreisverwaltung nicht aus den Augen verloren. Seit vielen Jahren veröffentlicht sie die Standorte, an denen „Starenkästen“ und mobile Geschwindigkeitsüberwachungswagen aufgestellt sind. Und jetzt ist es wieder soweit: vom 2. bis 6. November, also in der 45. Kalenderwoche, werden mobile Messstellen im Kreis unterwegs sein.

Am Montag, dem 2. November, werden die Geschwindigkeitsmessungen in Balve und Halver durchgeführt. Am Dienstag zieht das Mess-Team weiter nach Neuenrade und Herscheid, bevor es am Mittwoch in Altena und Kierspe zur Sache geht. Donnerstag geht’s dann nach Hemer und Plettenberg, um schließlich am Freitag in Menden und Schalksmühle den Fuß vom Gas zu nehmen. Wer also in diesen Tagen unterwegs ist, sollte besonders auf die Geschwindigkeit achten – es könnte ganz schnell unangenehm werden!

Die Messstellen im Detail

Die mobile Geschwindigkeitskontrolle wird in diesen Städten durchgeführt: In Balve ist das Zentrum betroffen, und in Halver wird an mehreren Stellen wie Heesfeld, Neuenherweg und Oberbrügge gemessen. Der Dienstag bringt Neuenrade und Herscheid ins Visier, während am Mittwoch Altena mit Knerling, Mühlendorf und Mühlenrahmede sowie Kierspe mit Kiersper Löh, Höferhof und Dürener Haus auf dem Radar stehen. Hemer und Plettenberg werden am Donnerstag kontrolliert, und am Freitag werden Menden und Schalksmühle auf die Probe gestellt.

Besonders erwähnenswert ist, dass die Stadt Iserlohn eigene Messstellen betreibt. Doch das ist nicht alles – die Kreispolizeibehörde führt zusätzlich Geschwindigkeitsmessungen im gesamten Kreis durch, die in dieser Übersicht nicht enthalten sind. Die Polizei hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Straßen sicherer zu machen. Und das ist gut so!

Ein Blick in die Vergangenheit

Um die Bedeutung dieser Kontrollen zu verstehen, lohnt sich ein Blick in die Geschichte der Verkehrssicherheit in Deutschland. In den 1970er Jahren erreichte die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Menschen einen erschreckenden Höchststand. Daraufhin forderte der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auf, jährlich einen Unfallverhütungsbericht vorzulegen. Seitdem wird die Verkehrssicherheit kontinuierlich auf die Agenda gesetzt. Im Jahr 2021 wurde ein neues Verkehrssicherheitsprogramm ins Leben gerufen, das bis 2030 gültig ist. Die Berichte dienen nicht nur der Rückschau, sondern auch der Weiterentwicklung der bundespolitischen Verkehrssicherheitsstrategie.

Die Kontrollen im Märkischen Kreis sind ein Teil dieses großen Ganzen. Wo Überwachung ist, gibt es auch Verantwortung. Und die liegt bei jedem einzelnen Verkehrsteilnehmer. Ein langsames Tempo kann nicht nur Leben retten, sondern macht auch die Straßen für alle sicherer. Wenn wir alle ein bisschen aufmerksamer sind, können wir die Zahl der Unfälle hoffentlich weiter senken – und vielleicht sogar den ein oder anderen „Blitzer“-Moment vermeiden.