Ein schöner Dienstag in Stade, aber in Jork sieht die Sache etwas anders aus. Dort, an der Kreisstraße 39 im Ortsteil Borstel, wurde eine mobile Radaranlage aufgestellt – und das nicht ohne Grund. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h galt es, einzuhalten. Innerhalb von nur 20 Minuten wurden gleich drei Fahrzeuge erwischt, die deutlich zu schnell unterwegs waren. Ein VW mit 84 km/h, ein Mercedes mit 85 km/h und ein weiterer VW sogar mit 87 km/h! Das sind mehr als 30 km/h über dem Limit, und das hat Folgen.

Die Fahrer dieser rasenden Boliden müssen nun mit einem Bußgeld im mittleren dreistelligen Bereich rechnen, dazu gibt’s zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot. Starke Nerven und tiefes Durchatmen wären jetzt angesagt… Denn die Geschwindigkeitsüberwachung, die am Dienstag ab 14 Uhr begann und etwa fünf Stunden dauerte, hat insgesamt 712 Fahrzeuge erfasst. Von diesen waren 39 zu schnell – da kann man nur hoffen, dass es nicht allzu viele wiederholt trifft.

Kontrolle für mehr Sicherheit

Die Aktion ist Teil der Bemühungen von Landkreis und Polizei, die Unfallzahlen zu senken und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Geschwindigkeitsmessungen sind in Jork übrigens keine Seltenheit. Laut einer Statistik sind dort insgesamt drei Geschwindigkeitsmessstellen dokumentiert, wobei die mobile Anlage an der K39 die aktuellste ist. Auch andere Straßen in der Umgebung, wie die K26 in Richtung Ortsmitte, haben bereits ihre „Blitzer-Geschichten“ zu erzählen.

Aber was passiert, wenn man erwischt wird? Die Bußgelder sind bundesweit einheitlich geregelt. Wer innerorts mit bis zu 10 km/h zu schnell fährt, muss nur 30 Euro zahlen. Bei 31 km/h zu schnell wird’s schon heftiger: 260 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot – die Gesetze sind da klar. Und für viele Autofahrer ist das nicht nur eine Geldfrage, sondern auch eine Frage der Nerven.

Ein Blick auf die Bußgeldstelle

Die Bußgeldstelle des Landkreises Stade ist oft die zuständige Behörde, wenn es um solche Verstöße geht. Manchmal kann es auch andere Behördengänge erfordern, je nach Messstelle. Für die Betroffenen bleibt oft nur, die eigene Fahrweise zu überdenken und vielleicht den Tempomat etwas mehr zu schätzen. Schließlich gibt es auch noch die Möglichkeit, gegen einen Bußgeldbescheid Einspruch zu erheben, aber das ist ein eigenes Kapitel für sich.

Die allgemeinen Tempolimits sind klar: Innerorts 50 km/h, außerorts meist 100 km/h. Ab 130 km/h auf der Autobahn handelt man sich in der Regel keine Ordnungswidrigkeit ein, es sei denn, es gibt ein ausgeschildertes Limit. Der Straßenverkehr kann manchmal wie ein Spiel sein – wer die Regeln bricht, muss mit den Konsequenzen leben. Und die können schnell sehr ungemütlich werden.

Umso wichtiger ist es, aufmerksam zu fahren und die Verkehrszeichen im Blick zu behalten. Auch wenn das manchmal bedeutet, auf den rechten Fuß zu drücken, um nicht zu schnell zu werden, ist es das wert. Der Alltag auf den Straßen von Stade und Umgebung wird durch solche Kontrollen nicht nur sicherer, sondern auch interessanter – und das ist doch etwas, das wir alle schätzen sollten.