Jetzt heißt es Durchatmen für alle Bibliotheksbesucher in Hannover: Die Stadtbibliothek steht vor einem großen Umbruch. Ab dem 1. bis 30. November 2026 wird der Online-Katalog nicht erreichbar sein. Was das genau bedeutet? Nun, in diesem Zeitraum sind Ausleihen, Rückgaben, Verlängerungen, Vormerkungen und sogar Neuanmeldungen nicht möglich. Ein echtes Ärgernis für alle, die sich gerne mit Büchern eindecken! Aber keine Panik – die Rückgabefristen werden automatisch angepasst und gültige Bibliotheksausweise sogar um einen Monat verlängert. Das macht es etwas einfacher, oder?

Die gute Nachricht: Die Zentralbibliothek sowie die Stadtteilbibliotheken in List, Linden und Nordstadt | StadtGemeinschaftsHaus Nord haben dennoch geöffnet. Sie bleiben als Lern-, Arbeits-, Lese- und Aufenthaltsorte für alle geöffnet. Die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek sind Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr und am Wochenende von 11:00 bis 16:00 Uhr. Aber vorsicht, in der Zeit vom 9. bis 12. November sowie am 25. November bleibt die Zentralbibliothek wegen Mitarbeiterschulungen geschlossen. Und auch die Stadtteilbibliotheken haben am 12. November nicht geöffnet.

Digitale Angebote für alle

Ein Lichtblick in dieser Übergangszeit: Die Stadtbibliothek Hannover bietet zahlreiche digitale Medien an, die ortsunabhängig heruntergeladen, gelesen oder gestreamt werden können. Dazu braucht man lediglich die Nummer einer gültigen Bibliothekskarte und die zugehörige PIN. Ein wahres Schlaraffenland für alle, die gerne digital lesen oder Musik hören! Zu den Angeboten gehören unter anderem:

  • LinguaTV: E-Learning-Sprachkurse auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.
  • Naxos Classic Music Library: Eine umfangreiche Sammlung klassischer Musik.
  • medici.tv: Streaming klassischer Musikvideos mit rund 2.000 Konzertaufnahmen.
  • filmfriend: Spielfilme, Dokumentationen, Kinderserien und internationales Arthouse-Kino.
  • freegal music: Rund 18 Millionen Songs, Hörspiele und Playlists zum Streamen.
  • e@usleihe – Onleihe 3: E-Books, E-Audios, E-Paper, E-Musik, E-Videos und E-Learning-Programme.
  • PressReader: Rund 7.000 aktuelle Zeitungen und Zeitschriften aus 100 Ländern in 60 Sprachen.

Und das ist noch nicht alles! Die Stadtbibliothek verleiht sogar E-Book-Reader, damit Interessierte diese Technik im Alltag testen können. Das ist doch mal einladend, oder?

Ein Blick in die Zukunft

Der Umstieg auf ein neues Bibliothekssystem soll im Dezember 2026 abgeschlossen sein. Das klingt vielversprechend! Aber wie sieht es denn eigentlich mit den E-Books aus? Da gibt es seit Jahren einen regelrechten Streit zwischen Bibliotheken, Verlagen und Urhebern. Die Bibliotheken fordern einen Zugang zu E-Books ab dem Veröffentlichungstag, während die Verlage und Urheber den wirtschaftlichen Schutz ihrer Werke im Blick haben. Kompliziert, oder? In diesem Kontext hat die Bundesregierung einen Runden Tisch E-Lending ins Leben gerufen, um fairere Rahmenbedingungen zu schaffen.

Die Beteiligten haben sich darauf geeinigt, dass öffentliche Bibliotheken als Bildungs- und Kulturinfrastruktur anerkannt werden sollen, die auch digital ein breites Medien- und Informationsangebot bereitstellt. Das bedeutet, dass auf lange Sicht ein verbessertes Finanzierungssystem benötigt wird, um die digitale Bibliothekslandschaft zu stärken. In einer Welt, wo E-Books intensiver ausgeliehen werden als gedruckte Bücher, ist es wichtig, dass diese Unterschiede in den Lizenzbedingungen angemessen berücksichtigt werden.

So, während wir uns also auf die Veränderungen im Bibliothekssystem vorbereiten, können wir uns auch auf die digitalen Angebote freuen, die die Stadtbibliothek Hannover weiterhin bereithält. Ein bisschen Geduld ist gefragt, aber es wird sich lohnen!