Neue Selbsthilfegruppe „DurchAtmen“ startet in Nordhorn für Menschen mit Ängsten und Depressionen
In der Grafschaft Bentheim tut sich was! Ab dem 3. November 2026 wird es eine neue Selbsthilfegruppe namens „DurchAtmen“ geben, die sich an Menschen richtet, die mit Ängsten, Burnout oder Depressionen kämpfen. Ein Thema, das in unserer heutigen Zeit – und besonders unter jüngeren Menschen – immer mehr in den Fokus rückt. Das erste Treffen findet um 17:30 Uhr in der Zukunftswerkstatt in den Vechte Arkaden, Hagenstraße 10, Nordhorn, statt. Wer Interesse hat, ist herzlich eingeladen, einfach mal vorbeizuschauen.
Die Gruppe soll ein Ort des Zuhörens und des Verständnisses sein – ein geschützter Rahmen, in dem man offen über seine Sorgen sprechen kann oder auch einfach nur zuhören darf, wenn man sich noch nicht bereit fühlt, selbst zu sprechen. Es geht nicht darum, die Probleme anderer zu lösen, sondern vielmehr darum, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Besonders angesprochen sind auch jüngere Betroffene, denn die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, sind vielfältig. Die Gruppe wird von Jutta Helgert geleitet, die unter der Telefonnummer 0173 7219052 oder per E-Mail an jutta-helgert@web.de erreichbar ist.
Ein wichtiges Angebot
Die Selbsthilfegruppe „DurchAtmen“ ist ein wertvolles Angebot von Betroffenen für Betroffene. Natürlich ersetzt sie keine ärztliche oder therapeutische Behandlung, sondern versteht sich als Ergänzung. In Nordhorn gibt es zudem eine weitere Selbsthilfegruppe für Menschen mit Ängsten, Depressionen und anderen psychischen Störungen, die von Heike Handlöchten geleitet wird (Telefon: 05921 39838, E-Mail: heike.handloechten@gmx.de). Beide Gruppen werden von Dr. Annegret Hölscher, der Leiterin der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim, begleitet. Wer Fragen hat oder sich über weitere Selbsthilfegruppen informieren möchte, kann sich gerne per E-Mail an annegret.hoelscher@grafschaft.de oder telefonisch unter 05921 96 1867 melden.
Die Notwendigkeit solcher Gruppen wird durch aktuelle Zahlen untermauert. Laut einer Studie stieg der Anteil psychischer Erkrankungen bei 10- bis 19-Jährigen im Jahr 2024 auf etwa 18,9 %, was rund 116.300 Behandlungsfällen entspricht. Diese Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass besonders bei Jugendlichen immer mehr psychische Probleme auftreten – ein Umstand, der vor allem durch soziale Isolation, Leistungsdruck und die anhaltenden Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie begünstigt wird.
Ein besonders besorgniserregender Trend sind die steigenden Zahlen von Angststörungen, die in einigen Gruppen um über 70 % zugenommen haben. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene die Möglichkeit haben, sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen und zu unterstützen. Das Gefühl, nicht alleine zu sein, kann oft schon eine große Erleichterung bringen.
Mit „DurchAtmen“ wird ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ein Treffpunkt, der Hilfe zur Selbsthilfe bieten kann und Raum für persönliche Geschichten und Erfahrungen schafft. Das ist ein ganz wichtiger Teil des Heilungsprozesses. Wer also jemanden kennt oder selbst betroffen ist, der sollte sich nicht scheuen, diesen Schritt zu gehen. Die Gruppe wartet auf euch!
