Am traditionsreichen Wacholderheidepflegetag, der in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal stattfand, kam die Schulgemeinschaft des Missionsgymnasiums St. Antonius in Bardel zusammen. Rund 100 engagierte Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte schnürten ihre Arbeitsschuhe, um sich für den Erhalt der einzigartigen Wacholderheide stark zu machen. Erstaunlicherweise fand der Aktionstag heuer nicht wie gewohnt im November statt, sondern bereits Anfang Oktober. Der Grund? Organisatorische Überlegungen und die Hoffnung auf ein stabileres Herbstwetter – ganz nach dem Motto „Lieber auf Nummer sicher gehen“.

Der stellvertretende Schulleiter Tobias Lorenz ließ es sich nicht nehmen, die Helferinnen und Helfer vor Beginn der Arbeiten herzlich zu begrüßen. Mit einem Augenzwinkern verwies er auf die bedeutende Tradition dieses Aktionstags, der nicht nur die Natur, sondern auch den Gemeinschaftssinn stärkt. Gero Gülker von der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim unterstrich die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Missionsgymnasium. Es ist schon fast wie eine kleine Familie, die sich immer wieder zusammentut, um das wertvolle Stück Natur zu schützen.

Gemeinsam für die Natur

Die Teilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt, jeder packte mit an. Und was wurde da nicht alles erledigt! Junge Triebe der invasiven Traubenkirsche wurden samt Wurzeln entfernt, Brombeersträucher und aufkommende Jungkiefern hatten ebenfalls das Nachsehen. Bei dieser Aktion ging es nicht nur um die Pflege der Heideflächen, sondern auch darum, die gefährdeten Wacholderschösslinge zu suchen und zu markieren – ein echter Schatz, der geschützt werden muss. Die Arbeit war schweißtreibend, aber das Lächeln in den Gesichtern der Helfer sprach Bände: Gemeinsam für die Natur – und das mit vollem Einsatz!

Nach einem langen Tag in der frischen Luft kamen alle zusammen, um sich an der Schule zu stärken. Christoph Schreiber übernahm das Grillen, während Judith Foecker und einige freiwillige Schülerinnen Getränke und Backwaren verteilten. Eine wahre Gaumenfreude nach all der Mühe! Der Tag endete in geselliger Runde, in der Geschichten und Erlebnisse ausgetauscht wurden – Momente, die verbinden.

Nachhaltigkeit im Fokus

Doch nicht nur an diesem Tag wird für die Wacholderheide gekämpft. Es gibt auch einen speziellen Fonds, der im Rahmen der Entwicklung des regionalen Produkts „Grafschafter Kräuterwacholder“ der Brennerei Sasse in Schöppingen eingerichtet wurde. Hier fließen Teile des Erlöses aus dem Verkauf in den Fonds zum Schutz der Grafschafter Wacholderheiden. Die Wacholderbeeren, die für die Herstellung verwendet werden, stammen aus dem Naturschutzgebiet Tillenberge in Nordhorn und dem Naturdenkmal Spöllberg in Uelsen. Ein weiteres Stück Natur, das Unterstützung braucht! Die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim verwaltet diesen Fonds und ist auch offen für Spenden – jeder Euro zählt!

So zeigt sich, dass der Erhalt unserer Natur nicht nur eine Aufgabe für einen Tag ist, sondern eine langfristige Verpflichtung, die uns alle betrifft. Die Wacholderheide ist nicht nur ein Teil unserer Heimat, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Und wenn wir gemeinsam anpacken, können wir viel bewegen – ein kleiner Schritt nach dem anderen.