Zehntes Job-Speed-Dating im Landkreis Regensburg verbindet Bewerber und Unternehmen
Am 21. Oktober 2026 war es wieder so weit: Der Landkreis Regensburg, zusammen mit der Stadt Regensburg, den beiden Jobcentern und der Agentur für Arbeit, lud zum zehnten Mal zum Job-Speed-Dating ein. Ein Ereignis, das längst zum festen Bestandteil der regionalen Arbeitsmarktszene geworden ist. Und wie das bei solchen Gelegenheiten so ist, war der Andrang groß. Rund 100 Bewerberinnen und Bewerber aus den Jobcentern des Landkreises und der Stadt standen bereit, um in kurzen, aber intensiven Gesprächen ihre beruflichen Chancen auszuloten.
Im Landratsamt Regensburg stellten zwölf Unternehmen ihre offenen Stellen vor, vornehmlich aus den Bereichen Handwerk und Logistik. Ein breites Spektrum an Möglichkeiten, und die Atmosphäre war durchweg anregend. Die Gespräche fanden im 20-Minuten-Takt statt, was den Teilnehmenden genug Zeit gab, um sich vorzustellen und ihre Stärken zu präsentieren. „Es geht nicht nur um Qualifikationen“, erklärte Landrätin Tanja Schweiger. „Wir wollen auch die menschliche Passung und die Lernbereitschaft der Bewerber berücksichtigen.“ Und das ist auch nötig, denn die Unternehmen suchen engagierte Mitarbeiter in einem sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt.
Ein bewährtes Format
Das Job-Speed-Dating hat sich nicht nur als innovatives, sondern auch als äußerst effektives Format etabliert. Schon seit dem ersten Event, das im November 2025 stattfand, haben die Wirtschaftsförderungen des Landkreises und der Stadt Regensburg, die Jobcenter sowie die Agentur für Arbeit gemeinsam daran gearbeitet, die Brücke zwischen Unternehmen und Arbeitssuchenden zu schlagen. Bei der ersten Auflage nahmen bereits 14 Unternehmen teil, und ebenso viele Bewerber nutzten die Gelegenheit, um direkte Kontakte zu knüpfen.
Die Gespräche sind dabei nicht nur einseitig. Arbeitgeber wie Robert Praschl von der Logistikinitiative Regensburg und Andreas Keller von der Handwerkskammer geben wertvolle Informationen zu Berufen in der Lagerlogistik und im Handwerk, zu Arbeitsbedingungen sowie zu Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Manchmal fragt man sich, wie viel Wissen und Erfahrung in diesen kurzen Gesprächen tatsächlich vermittelt werden kann – und doch ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Energie und Motivation in einem Raum versammelt sind.
Perspektiven und Pläne
Ein Aspekt, der besonders hervorzuheben ist: Das Job-Speed-Dating richtet sich auch an Menschen mit unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen. Das ist wichtig in Zeiten, in denen viele neue Wege gehen müssen, sei es weil sie aus der „stillen Reserve“ kommen oder geflüchtet sind. Das aktuelle Format wird sogar vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert, was zeigt, wie ernst man die Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt nimmt. Nach Angaben der Veranstalter konnten seit Beginn des Formats bereits etwa 130 Bürgergeldbezieherinnen und -bezieher in Beschäftigung vermittelt werden – eine Zahl, die Hoffnung macht.
Das nächste Event steht bereits in den Startlöchern, und man darf gespannt sein, welche neuen Branchen und Unternehmen sich dann einfinden werden. Die Wirtschaftsförderungen laden alle interessierten Unternehmen mit Personalbedarf ein, sich zu melden. Denn klar ist: Der Austausch zwischen Unternehmen und Arbeitssuchenden ist nicht nur für die Betroffenen wichtig, sondern für die gesamte regionale Wirtschaft.
