Heute, am 20. Oktober 2026, gibt es frische Neuigkeiten aus Miltenberg, die das Herz von Klimaschützern höher schlagen lassen. Der Kreistag hat am 19. Oktober mit großer Mehrheit Klimaanpassungsmaßnahmen für die Landkreisschulen beschlossen. Ein Schritt, der nicht nur nötig, sondern auch längst überfällig war. Die Welt um uns wird immer wärmer und die Wahrscheinlichkeit für Hitzewellen steigt. Kreisbaumeister Andreas Wosnik hat bei der Sitzung eindrücklich darauf hingewiesen, dass die internen Heizlasten in Klassenzimmern bereits bei etwa 100 Watt pro Schüler und Lehrer liegen. Und das ist noch nicht alles! Technische Geräte tragen zusätzlich zur Wärmeentwicklung bei. Da kann man nur sagen: Es wird Zeit, dass wir handeln!

Fachplanungsbüros werden beauftragt, für jede Schule individuelle Klimaanpassungskonzepte zu erstellen. Diese Konzepte sollen nicht nur den aktuellen Bedürfnissen gerecht werden, sondern auch praktikabel und förderfähig sein. Die Priorisierung wird dabei nach Umsetzbarkeit und effizientem Einsatz der Fördermittel erfolgen. Für die Jahre 2027 bis 2029 stehen insgesamt 2,4 Millionen Euro bereit. Das klingt fast wie ein kleiner Lichtblick in der oft trüben Diskussion um Klimaschutz. Das Kreisbauamt geht sogar davon aus, dass weitere Förderprogramme in Aussicht stehen. Nach bisherigen Erfahrungen haben Kommunen mit bereits vorliegenden Konzepten die besten Chancen auf Unterstützung.

Vielfältige Maßnahmen für ein besseres Klima

Die Prüfung verschiedener Maßnahmen zeigt, dass sowohl passive als auch aktive Lösungen im Außenbereich, Anpassungen an der Gebäudehülle und im Innenbereich, sowie pädagogische Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Aber der Preis kann ganz schön ins Geld gehen: Eine nachträgliche Klimatisierung eines Klassenzimmers kostet schätzungsweise zwischen 7.000 und 8.500 Euro. Da bleibt die Frage, ob der Landkreis flächendeckend solche Klimatisierungen stemmen kann. Momentan sieht es danach aus, dass passive Maßnahmen, die von Bund und Freistaat Bayern mit bis zu 50 Prozent gefördert werden, die bevorzugte Lösung sind.

Doch das ist nicht alles, was beim Kreistag am 19. Oktober besprochen wurde. Es gab auch personelle Änderungen im Jugendhilfeausschuss. Uwe Eisner, der neue Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands, wird stimmberechtigtes Mitglied und folgt auf Edwin Pfeifer. Die von der CSU-Fraktion vorgeschlagene feste Vertretungsreihenfolge für die Ausschüsse wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Ein weiterer spannender Punkt war der Beteiligungsbericht für 2025, der von Miriam Zimmerling-Faulhaber von der Landkreis-Kämmerei vorgestellt wurde. Dieser Bericht ist besonders wichtig, wenn der Landkreis mindestens fünf Prozent an einem Unternehmen in privater Rechtsform hält.

Fördermöglichkeiten und Zukunftsausblick

Um die angestrebten Klimaziele zu erreichen, stehen den Kommunen in Bayern verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Programme wie die Bayerische Städtebauförderung und die Förderinitiative „Kommunaler Klimaschutz – KommKlimaFöR 2026“ bieten Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen. Diese Initiative fördert unter anderem die Erstellung von Konzepten zur Klimaneutralität und Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen. Besonders spannend ist die Aussicht, dass der Fördersatz bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen kann. Für kleine und finanzschwache Kommunen gibt es sogar Möglichkeiten zur Erhöhung dieses Satzes.

Die zukünftigen Klimaanpassungsmaßnahmen, wie zum Beispiel natürliche Beschattungen, Kühlbrunnen oder Dachbegrünungen, könnten maßgeblich dazu beitragen, die Auswirkungen von Hitzewellen zu mindern. Dies könnte nicht nur Schulen, sondern auch Kindergärten und öffentliche Plätze betreffen. Die Anträge müssen online über die Fördermanagementplattform Bayern eingereicht werden, und die zuständigen Bewilligungsstellen sind die verschiedenen Regierungen in Bayern.

Das alles zeigt, dass der Landkreis Miltenberg auf einem guten Weg ist, um die Herausforderungen des Klimawandels aktiv anzugehen. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die geplanten Maßnahmen umzusetzen und die Schulen fit für die Zukunft zu machen. Wir dürfen gespannt sein, was uns die nächsten Monate bringen!