Ehrung langjähriger Feuerwehrleute im Landkreis Miltenberg im Hofgarten von Kleinheubach
Am Freitag, dem 16. Oktober, fand im malerischen Hofgarten von Kleinheubach ein ganz besonderer Abend statt. 41 Feuerwehrleute wurden für ihre langjährige und treue Mitarbeit bei den Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Miltenberg geehrt. Landrat Björn Bartels und Kreisbrandrat Martin Spilger waren vor Ort, um die Auszeichnungen zu überreichen, und das im Beisein von etwa 160 Vertretern aus Politik sowie Feuerwehr- und Gemeindeführungen. Ein Fest der Anerkennung, das die Bedeutung dieser ehrenamtlichen Arbeit nochmals unterstrich!
Für Bartels war es eine Premiere, sein erster Ehrenabend als Landrat. Voller Dankbarkeit sprach er den Feuerwehrleuten seine Anerkennung aus. Jahrzehntelange Verantwortung, unzählige Einsätze, Übungen und Ausbildungen – das alles kommt nicht von ungefähr. Besonders betonte er die wachsenden Herausforderungen, die durch Extremwetterlagen und technisch komplexere Einsätze auf die Einsatzkräfte zukommen. Und was wäre eine Feuerwehr ohne die Unterstützung ihrer Familien? Bartels fand auch dafür die richtigen Worte und dankte den Angehörigen für ihre Geduld und Flexibilität.
Feuerwehr-Ehrenzeichen für treue Dienste
Die Geehrten erhielten für ihre Dienstjahre die goldene Bayerische Ehrenamtskarte – ein Zeichen der Wertschätzung für ihre unermüdliche Arbeit. Im Landkreis wurden bisher beeindruckende 5.210 Ehrenamtskarten ausgegeben, davon 2.115 in Gold. Eine stolze Bilanz! Besonders die Feuerwehrleute, die unglaubliche 40 Jahre im aktiven Dienst stehen, dürfen sich auf einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim Bayerisch Gmain freuen. Das ist doch mal ein schöner Lohn für all die Mühe!
Kreisbrandrat Spilger hob hervor, dass die geehrten Feuerwehrleute zusammen mehr als 1.400 Jahre Dienstzeit auf dem Buckel haben. Das ist nicht nur eine Zahl, das sind Geschichten, die sich hinter jedem einzelnen Einsatz verbergen. Bürgermeister Thomas Münig überbrachte den Dank der Bürgermeister im Landkreis und erinnerte daran, dass die technische Ausrüstung die ehrenamtlichen Einsatzkräfte nie ersetzen kann. Ein kluger Gedanke, denn am Ende zählt der Mensch, der hinter der Ausrüstung steht.
Besondere Ehrungen und musikalische Begleitung
Eine besondere Ehrung erhielt Altlandrat Jens Marco Scherf, der mit der Bayerischen Feuerwehr-Ehrenmedaille ausgezeichnet wurde. Spilger würdigte seine Unterstützung beim Wechselladerkonzept und bei der personellen Neuausrichtung der Kreisbrandinspektion – allesamt Meilensteine in der Geschichte der Feuerwehr im Landkreis. Auch Susanne Seidel, langjährige Büroleiterin der Landräte Scherf und Bartels, wurde für ihre hervorragende Organisation der Ehrenabende mit einem Blumenstrauß verabschiedet. Ihr letzter Abend vor dem Ruhestand – ein emotionaler Moment!
Die musikalische Begleitung kam vom Kommunalen Gebläse unter der Leitung von Thomas Köhler, der den Abend mit passenden Klängen untermalte. Ein großer Dank ging an die Feuerwehr Kleinheubach sowie an alle Helferinnen und Helfer, die diesen schönen Abend möglich gemacht haben.
Ein Blick in die Geschichte der Ehrenzeichen
In Bayern haben Feuerwehr-Ehrenzeichen eine lange Tradition. König Ludwig II. stiftete bereits 1884 ein Ehrenzeichen für 25 Jahre pflichtgetreuen Dienst. Die Auszeichnungen haben sich seitdem weiterentwickelt. Vom Ehrenzeichen für 25 Jahre bis hin zum Goldenen Ehrenzeichen für 50 Jahre aktiven Dienst – jede Auszeichnung würdigt das Engagement und die Hingabe der Feuerwehrleute. Auch heute, wo die Anforderungen an die Einsatzkräfte ständig steigen, bleibt die Ehrung eine wichtige Geste der Anerkennung.
Mit der Einführung des Großen Ehrenzeichens für 50 Jahre aktive Dienstzeit im Jahr 2017 wurde ein weiterer Schritt gewagt, um die Leistungen der Feuerwehrleute zu würdigen. Ein Zeichen, dass die Wertschätzung für diese heldenhaften Männer und Frauen auch in Zukunft nicht nachlassen wird.
