In Lichtenfels tut sich was – und das nicht nur in den Straßen, sondern auch in der digitalen Welt der Ausbildung! Mit der neuen Plattform AzubMe wird ein frischer Wind in die Ausbildungslandschaft gebracht. Die Idee dahinter? Ausbildungsbetriebe und zukünftige Azubis sollen schnell und unkompliziert zusammenfinden. Ja, richtig gehört – alles digital! Wer auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz ist, kann sich ab Juli 2024 auf eine mobile App freuen, die genau das ermöglicht. Und die Unternehmen? Die dürfen sich über ein Web-Dashboard freuen, um ihre Ausbildungsplätze zu präsentieren und den passenden Nachwuchs zu finden.

Doch bevor die Suche nach dem Traumberuf startet, gibt’s ein paar wichtige Hinweise für alle, die sich mit AzubMe bewerben möchten. Da wären zunächst die Profilgestaltung. Hierbei ist es wichtig, ein aussagekräftiges Profil zu erstellen, das alle relevanten Informationen beinhaltet: Name, Wohnort, Hobbys und eine kurze Selbstbeschreibung. Ein freundliches Profilbild sollte natürlich auch nicht fehlen – schließlich ist das der erste Eindruck, den Unternehmen von einem bekommen.

Digitale Begegnungen und die Kunst des Matchings

Ein weiteres Plus: Die Nutzer können ihre Prioritäten festlegen. Ob flexible Arbeitszeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten oder Übernahmegarantie – jeder hat die Möglichkeit, seine Wünsche zu äußern. Und das Matching ist kinderleicht! Mit einem Wisch nach rechts zeigt man Interesse an einer Stelle – und das ohne Verpflichtung. So kann man auch Praktikumsmöglichkeiten erkunden, selbst wenn der Ausbildungsbeginn noch in der Ferne liegt.

Ein Match ist erzielt? Super! Jetzt geht’s darum, den Erstkontakt herzustellen. Eine kurze, höfliche Nachricht, in der man sich für das Match bedankt und Interesse an der Stelle bekundet, öffnet viele Türen. Und wie in einem echten Gespräch – höflich und zeitnah antworten, das ist das A und O. Es soll ja wie ein Dialog mit einem potenziellen Arbeitgeber wirken.

Die Situation am Ausbildungsmarkt

Doch trotz all dieser tollen digitalen Möglichkeiten ist die Bewerberlage angespannt. In Deutschland blieben 2024 rund 69.400 Ausbildungsstellen unbesetzt! Das sind 12,8 % des Angebots. Und auch viele Ausbildungssuchende hatten Schwierigkeiten, einen Platz zu finden. In Regionen mit wenigen Bewerbern wird der Wettbewerb um die besten Köpfe besonders hart. Junge Menschen erwarten von ihren zukünftigen Arbeitgebern nicht nur einen Platz, sondern auch sinnvolle Arbeit, Wertschätzung und moderne Arbeitsbedingungen. Eine offene Unternehmenskultur und schnelle Kommunikation sind ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste.

Die Unternehmen müssen sich also anstrengen. Der Schlüssel liegt in der Sichtbarkeit. Authentische Einblicke in den Ausbildungsalltag über soziale Medien, Schulkooperationen und einfach zu bedienende Bewerbungsprozesse – all das sind wichtige Faktoren, um die Bekanntheit zu steigern. Die Plattform AzubMe hat hier bereits die ersten Schritte gemacht, aber viele Unternehmen können durch Employer Branding und moderne IT-Ausstattung noch mehr erreichen.

Und während die Ausbildungsbetriebe um die besten Talente buhlen, ist es wichtig, dass sie auch während der Ausbildung für Motivation und Bindung sorgen. Mentorenprogramme, regelmäßiges Feedback und ein respektvolles Betriebsklima sind entscheidend, um die Azubis langfristig im Unternehmen zu halten.

Wer jetzt neugierig geworden ist und mehr über die Möglichkeiten von AzubMe erfahren möchte, der kann sich an Helmut Kurz, den Wirtschaftsförderer des Landkreises Lichtenfels, wenden. Er steht telefonisch unter 09571/181500 oder per E-Mail unter wirtschaftsfoerderung[at]landkreis-lichtenfels.de zur Verfügung. Also, auf geht’s – die Zukunft wartet!