Heute, am 29. Oktober 2026, strahlte die Luft in Landsberg am Lech vor Freude und Stolz, denn die Prämierung der STADTRADELN-Aktion fand statt. Und was für ein Jahr das war! Alle 31 Kommunen des Landkreises haben sich in diesem Jahr zum 13. Mal an der internationalen Klimaschutzaktion beteiligt. Die Zahlen sind einfach beeindruckend: 4.009 aktive Radlerinnen und Radler haben sich auf ihre Drahtesel geschwungen und insgesamt 939.230 Kilometer zurückgelegt. Macht euch das mal klar! Diese Wege führten nicht nur ins Büro oder zur Schule, sondern auch zum Einkaufen und in der Freizeit. Ein wahres Zeichen für den Klimaschutz!

Die abendliche Veranstaltung war ein voller Erfolg. Landrätin Daniela Groß und lokale Sponsoren übergaben die Auszeichnungen an die engagiertesten Teilnehmenden. Die drei aktivsten Einzelradlerinnen und Einzelradler, Teams, Sport- und Schützenvereine sowie Kommunen wurden prämiert. Und das war noch nicht alles! Auch die fünf aktivsten Schulklassen und die beste Schule des Landkreises durften sich über Preise freuen. Sogar die Gewinner des Kindergarten-Plakat-Wettbewerbs, der in diesem Jahr zum fünften Mal stattfand, wurden ausgezeichnet. Wer hätte gedacht, dass der Kindergarten-Plakat-Wettbewerb so viel Begeisterung auslösen würde?

Die radelaktivste Kommune

Besonders herausragend war die Gemeinde Apfeldorf, die den Sonderpreis für die radelaktivste Kommune in Bezug auf ihre Einwohnerzahl erhielt. Ein Fahrradständer für mehrere Räder geht jetzt an die Grundschule Apfeldorf – eine super Sache! Das zeigt, wie wichtig es ist, die Jüngsten in die Welt des Radfahrens einzuführen.

Einige Teilnehmer haben das Radfahren längst in ihren Alltag integriert. Eine Person, die seit etwa 2008 konsequent das Fahrrad für den Arbeitsweg und für Erledigungen nutzt, beschreibt das Radfahren als körperlichen Ausgleich und eine Möglichkeit, den Kopf freizubekommen. „Wenn alle Strecken unter fünf Kilometern mit dem Fahrrad zurückgelegt würden, wäre das ein großer Schritt für den Klimaschutz“ – so ihr Credo. Viele Deutsche nutzen für kurze Strecken immer noch das Auto, was nicht nur umweltbelastend ist, sondern auch zu Staus und Parkplatzproblemen führt.

Gesundheit und Umwelt

Radfahren ist nicht nur umweltfreundlich, es ist auch gesund. Laut dem Umweltbundesamt verursacht das Fahrrad keine direkten klimaschädlichen Abgase und benötigt wenig Platz. Im Gegensatz zu Autos, die besonders auf Kurzstrecken hohe Emissionen verursachen, trägt Radfahren zur Verbesserung der Luftqualität bei. Es könnte sogar das Leben verlängern – eine Studie hat ergeben, dass regelmäßiges Radfahren die Lebenserwartung um bis zu 14 Monate erhöhen kann. Es gibt also viele Gründe, das Rad zu nutzen!

Die Rücksichtnahme im Straßenverkehr bleibt dennoch ein Thema. Radfahrer wünschen sich mehr Verständnis von Autofahrern. Das Zusammenleben der verschiedenen Verkehrsteilnehmer kann nur gelingen, wenn alle ein bisschen mehr Rücksicht nehmen. Ein fahrradfreundliches Stadtklima könnte vielleicht sogar mehr Menschen dazu bewegen, das Auto stehen zu lassen.

Die STADTRADELN-Aktion ist nicht nur eine großartige Möglichkeit, um den Klimaschutz zu fördern, sondern auch ein Zeichen für die Gemeinschaft. In Landsberg am Lech wird das Radfahren als Beitrag zum Klimaschutz und zur Gesundheit immer mehr geschätzt. Und wenn wir alle ein kleines bisschen mehr radeln, könnten wir gemeinsam Großes erreichen.