Rosenhof-Lichtspiele in Moosburg unterstützen Kampagne „LUISA IST HIER!“ gegen Belästigung und Gewalt
Die Rosenhof-Lichtspiele in Moosburg setzen ein starkes Zeichen gegen Belästigung und Gewalt. Ab sofort beteiligen sie sich an der bundesweiten Kampagne „LUISA IST HIER!“, die es Menschen ermöglicht, in unangenehmen Situationen um Hilfe zu bitten. Ein wichtiges Angebot, das besonders für Frauen und Mädchen gedacht ist, aber auch Männer können sich damit an das Personal wenden. Die Frage „Ist Luisa hier?“ dient als diskrete Signalfrage, um Hilfe zu erhalten, ohne die Situation sofort erklären zu müssen. Einfach, oder?
Die Idee hinter der Kampagne entstand im Dezember 2016, als der Frauen-Notruf Münster das Projekt ins Leben rief. Ziel war es, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem sich Betroffene sicher und respektiert fühlen. Der Name „Luisa“ bedeutet „die Kämpferin“ und soll in lauten Umgebungen gut verstanden werden. Ein cleverer Schachzug, um den Menschen eine Stimme zu geben, die oft nicht gehört werden. Seit dem Start hat sich die Kampagne wie ein Lauffeuer verbreitet, und mittlerweile sind zahlreiche Städte in Deutschland sowie auch in Österreich und der Schweiz involviert – Freising gehört nun ebenfalls dazu.
Unkomplizierte Hilfe in schwierigen Situationen
Wer sich in einem Kino, Café oder Restaurant bedrängt fühlt, kann sich an das Personal wenden und erhält umgehende Unterstützung. Die Mitarbeiter sind geschult und wissen genau, wie sie helfen können. Das kann heißen, dass sie bei der Kontaktaufnahme mit Freunden helfen, eine sichere Begleitung anbieten oder persönliche Gegenstände holen. Die Betroffenen entscheiden selbst, was sie brauchen. So wird ein Raum geschaffen, in dem die Hilfesuchenden die Kontrolle über die Situation behalten.
Diese Initiative wurde 2019 auch nach Freising gebracht, dank des Arbeitskreises Mädchen. Inzwischen ist das Angebot nicht nur in Kinos, sondern auch in Schwimmbädern und Cafés vertreten. Verena Dollinger, die Geschäftsführerin der Rosenhof-Lichtspiele, sieht die Kampagne als wertvolle Präventionsmaßnahme. Sie vergleicht sie mit einem Feuerlöscher, den man zum Glück nie benötigt. Ein Bild, das auf den Punkt bringt, wie wichtig eine solche Unterstützung ist.
Wachsende Gemeinschaft und Unterstützung
Doch die „LUISA IST HIER!“-Kampagne ist nicht nur lokal. Im Jahr 2017 wurde die Koordinierungsstelle Luisa eingerichtet, und seitdem haben sich immer mehr Einrichtungen dem Netzwerk angeschlossen. Die Idee ist einfach: Menschen, die sich bedroht fühlen, erhalten unkomplizierte Hilfe und können in einem geschützten Raum klären, welche Unterstützung sie benötigen. Es ist ein Angebot, das nicht nur in Freising, sondern auch in vielen anderen Städten in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und darüber hinaus vertreten ist. Ein klares Zeichen, dass wir gemeinsam gegen sexuelle Belästigung und Gewalt vorgehen können.
Wer als Gastronom oder Betreiber eines Lokals im Landkreis Freising Interesse hat, sich der Kampagne anzuschließen, kann sich direkt an den Arbeitskreis Mädchen wenden. Katharina von Schumann, die Ansprechpartnerin für die Kommunale Jugendarbeit, ist unter der Telefonnummer 08161/600-35551 oder per E-Mail (katharina.schumann@kreis-fs.de) zu erreichen. Ein kleiner Schritt für die Betriebe, aber ein großer Schritt für die Sicherheit in unserer Gemeinschaft.
Die Kampagne ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, ein Bewusstsein für diese Themen zu schaffen und konkrete Hilfe anzubieten. „LUISA IST HIER!“ trägt dazu bei, dass sich Menschen in den Räumen, in denen sie sich aufhalten, sicherer fühlen können. Und vielleicht ist es genau das, was wir alle brauchen – einen kleinen Rückzugsort, eine helfende Hand, wenn die Situation es erfordert.
