In Biberach tut sich was! Am Samstag, dem 21. November 2026, findet ein spannender Fachtag unter dem Titel „Kinder und Jugendliche stärken! Kinderschutz im Verein“ statt. Diese Veranstaltung ist eine großartige Gelegenheit für alle, die im Ehrenamt tätig sind. Ob Übungsleiterinnen, Übungsleiter oder Vereinsvorstände – alle sind herzlich eingeladen, um praxisnahe Instrumente für den Kinderschutz und die Förderung sozialer Teilhabe zu erlernen. Und das Beste? Die Teilnahme ist kostenlos, und für die Verpflegung ist ebenfalls gesorgt. Das klingt doch schon mal nach einem interessanten Tag!

Von 9 bis 16 Uhr wird in Biberach viel Wissenswertes vermittelt. Der Fachtag gliedert sich in drei Themenblöcke, die sich mit den wichtigen Aspekten Kinderschutz und Kinderarmut, Schutzkonzepte im Verein sowie armutsensibles Handeln im Vereinsalltag befassen. Hier wird deutlich, wie Vereine Kinder wirksam schützen und gleichzeitig soziale Teilhabe ermöglichen können. Wer sich bis zum 15. November 2026 anmelden möchte, kann dies ganz unkompliziert unter www.eveeno.com/kinder_staerken_im_verein tun. Ein weiterer Pluspunkt: Die Teilnahme kann für den Erwerb und die Verlängerung einer Juleica angerechnet werden.

Schutzkonzepte im Sportverein

Ein wichtiger Baustein im Kinderschutz sind die Schutzkonzepte, die Sportvereine entwickeln sollten. Diese Konzepte sind nicht nur ein „Nice-to-have“, sondern essenziell, um Kinder und Jugendliche zu schützen, bevor es zu Verdachtsfällen kommt. Sie helfen, Risikoerkennung und sichere Strukturen zu etablieren, die Beteiligung aller Akteure zu fördern und klare Verhaltensregeln aufzustellen. Dazu gehören auch Ansprechpersonen, Beschwerde- und Interventionswege. Es ist wirklich entscheidend, dass der Vorstand diesen Prozess anstößt und die Zuständigkeiten klar regelt.

Die Entwicklung eines Schutzkonzepts läuft in mehreren Etappen ab, angefangen bei der Analyse von Risiken und Schutzfaktoren bis hin zur regelmäßigen Überprüfung der bestehenden Strukturen. Dabei sollten alle Beteiligten, also auch die Kinder und Jugendlichen selbst, einbezogen werden. Schließlich haben sie oft die besten Einblicke in unsichere oder unangenehme Situationen. Die Deutsche Sportjugend bietet dazu hilfreiche Materialien und einen Handlungsleitfaden namens „Safe Sport“ an, der in seiner vierten Auflage von 2025 veröffentlicht wird.

Rechtsgrundlage und Weiterentwicklung des Lizenzsystems

Ein weiterer Aspekt, der in diesem Kontext nicht vergessen werden sollte, ist das Lizenzsystem des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Hier haben zwei Rechtsgutachten von Fachleuten wie Dr. Thomas Summerer und Prof. Dr. Cherkeh zur Weiterentwicklung des Lizenzsystems beigetragen. Diese Gutachten behandeln unter anderem die Möglichkeiten eines Lizenzentzugs und die Einführung eines Strafenkatalogs bei Fehlverhalten. Man muss sich also auch mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Sport zu gewährleisten.

Besonders relevant ist die Frage, ob eine Lizenz Voraussetzung für eine Beschäftigung im Sport sein sollte und wie die Regelungen zum Lizenzentzug vereinheitlicht werden können. Der DOSB plant, die Vorschläge der Gutachter umfassend zu analysieren, bevor weitere verbandspolitische Entscheidungen getroffen werden. Hier wird eine Task-Force eingerichtet, die sich mit Expertinnen und Experten aus den Mitgliedsorganisationen austauscht.

Warum das alles wichtig ist

In der Welt des Sports haben wir es oft mit Vertrauensverhältnissen und körperlicher Nähe zu tun. Das bringt gewisse Risiken mit sich – etwa bei Einzeltraining, Umkleiden, Wettkampffahrten oder Vereinsfeiern. Ein gut durchdachtes Schutzkonzept ist also kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Es beschreibt sensible Situationen, regelt Nähe und Distanz und legt fest, wie bei Hinweisen und Verdachtsfällen zu handeln ist. So schützen wir nicht nur die Kinder, sondern auch die Vereine selbst und schaffen ein sicheres Umfeld für alle.

In diesem Sinne freuen wir uns auf den Fachtag in Biberach und hoffen, dass viele Ehrenamtliche und Interessierte teilnehmen werden! Es gilt, die Kinder und Jugendlichen zu stärken und ihnen ein sicheres, unterstützendes Umfeld zu bieten – und dafür sind Engagement und Wissen essenziell. Also, nicht vergessen: Anmelden bis zum 15. November und dabei sein!