Neugestaltung des Pfarrgartens in Bibra: Ein Ort für Schule und Gemeinschaft
In Bibra hat sich in den letzten Monaten ein wahres Wunder vollzogen. Der lange Zeit ungenutzte und verwilderte Pfarrgarten wurde mit viel Herzblut für die Staatliche Gemeinschaftsschule Grabfeld neu gestaltet. Was einst ein verwilderter Fleck war, blüht nun auf und lädt dazu ein, entdeckt zu werden. Schülerinnen und Schüler hatten sich zusammengetan, um den brachliegenden Garten wiederzubeleben und einen eigenen Raum für schulische Aktivitäten sowie das Dorfleben zu schaffen.
Am 3. September 2026 wurde das Gelände offiziell abgenommen und der Schule zum Schuljahresbeginn übergeben. Ein Holzpavillon, Sitzgruppen und Freiflächen, befestigte Wege und eine Treppenanlage sind nur einige der neuen Features, die das Gelände so einladend machen. Zudem gibt es jetzt eine Grünfläche für Hochbeete und eigene Pflanzprojekte. Die Anlage dient nicht nur als erweiterter Pausenhof, sondern auch für Unterricht im Freien, Projektarbeit und Veranstaltungen. Das klingt doch nach einem perfekten Ort für kreative Köpfe!
Ein Projekt mit Weitblick
Die Initiative ging von den Schülerinnen und Schülern der Gemeinschaftsschule Bibra aus. Sie entwickelten ein Nutzungskonzept, das sowohl der Schule als auch der Dorfgemeinschaft zugutekommt. Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen legte den Grundstein, indem er das Vorhaben beim Thüringer Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum zur LEADER-Förderung einreichte. Mit einem Förderbescheid von 100.000 Euro konnte das Projekt schließlich realisiert werden.
Von Mai bis August 2026 liefen die Bauarbeiten unter der Aufsicht der Jobst Bau GmbH & Co. KG aus Grabfeld. Der Bauablauf war straff organisiert: Erd- und Abbrucharbeiten, der Aufbau des Holzpavillons und die Pflasterarbeiten folgten in rasanter Folge. Auch die Gestaltung orientierte sich am dörflichen Charakter, was dem Garten eine besonders heimelige Atmosphäre verleiht. Ein Holzzaun grenzt das Gelände zur Straße ab, und die sichtbare Holzkonstruktion des Pavillons strahlt Behaglichkeit aus.
Grüne Schulhöfe für Thüringen
Doch Bibra ist nicht allein. Das Projekt in Bibra ist Teil eines größeren Vorhabens, das von Dezember 2023 bis November 2026 läuft. Zehn Schulen in Thüringen werden dabei unterstützt, sanierungsbedürftige, graue Schulhöfe in grüne Oasen umzuwandeln. Bis zum Frühjahr 2025 sollen die Schulen mit Hilfe von Landschaftsarchitektinnen und -architekten einen vollständigen Plan für ihre Schulgelände erarbeiten. Die Planung berücksichtigt nicht nur die Wünsche der Schülerinnen und Schüler, sondern auch Aspekte wie Biodiversität und Klimaanpassung.
Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Kinder und Jugendlichen aktiv in die Gestaltung ihrer Umgebung einbezogen werden. Durch Workshops und Diskussionen lernen sie, ihre eigenen Ideen einzubringen und gleichzeitig Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen. Diese Art der Beteiligung sorgt nicht nur für eine intensivere Nutzung der Schulhöfe, sondern auch für eine bessere Pflege – und das ist doch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!
Ein Ort für die Gemeinschaft
Die Gesamtinvestition für den Pfarrgarten betrug 200.000 Euro, wobei die Hälfte durch das LEADER-Programm des Freistaates Thüringen und die andere Hälfte durch den Landkreis gedeckt wurde. Künftig soll der Garten ein Begegnungsort für die gesamte Dorfgemeinschaft werden. Ob für Kirchgemeindeaktionen, Dorffeste oder generationenübergreifende Treffen – die Möglichkeiten sind vielfältig und spannend!
In einer Zeit, in der Gemeinschaft und Miteinander immer wichtiger werden, ist es ermutigend zu sehen, wie solche Projekte nicht nur den Schulalltag bereichern, sondern auch das soziale Gefüge in kleinen Dörfern stärken. Die neu gestaltete Anlage in Bibra ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man mit Kreativität, Engagement und Unterstützung von außen Lebensräume verwandeln kann, die Menschen zusammenbringen.
