Die Vorweihnachtszeit in Hildburghausen ist mehr als nur ein festlicher Anstrich. Hier werden Träume wahr – besonders für die Kleinsten unter uns. Das Landratsamt Hildburghausen hat sich auch für 2026 wieder etwas ganz Besonderes einfallen lassen: die „Wunschweihnacht“. Ein Anlass, der Kinder aus von Armut betroffenen Familien ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubern soll. Wer könnte da widerstehen?

Im Foyer des Landratsamts wird ein prächtiger Weihnachtsbaum stehen, geschmückt mit den Wunschzetteln der Kinder. Ein wahrhaft magischer Anblick! Wer ein großes Herz hat, kann sich einen dieser Zettel schnappen und das entsprechende Geschenk besorgen. Eine einfache, aber bedeutende Geste, die zeigt, wie viel Freude man anderen bereiten kann. Wichtig ist, dass das Geschenk unverpackt und zusammen mit dem Wunschzettel bis spätestens 27. November 2026 abgegeben wird. Die genauen Annahmestellen sind auf einem nicht mitgelieferten Bild zu finden, aber das ist sicher auch kein Problem, oder?

Ein Zeichen der Hoffnung

Die „Wunschweihnacht“ ist nicht die einzige Initiative, die sich um die Weihnachtswünsche bedürftiger Kinder kümmert. Schon im vergangenen Jahr, also 2025, hat Harry’s Factory die Tagamari-Wunschweihnacht unterstützt. Geschäftsführer Florian Schebitz und Personalleiterin Julia Wollner haben im Beisein von Bürgermeister Christoph Bauer im Rathaus Eisfeld Geschenke übergeben, die von Harry’s gespendet wurden. An 14 Wunschbäumen in ganz Hildburghausen hingen die Weihnachtswünsche der Kinder, die von Privatpersonen und Unternehmen erfüllt wurden. Das Engagement war einfach überwältigend!

Die Geschenke, die die Kinder sich gewünscht hatten, waren so vielfältig wie die individuellen Träume: Puppen, ferngesteuerte Autos, Winterbekleidung, Gesellschaftsspiele, Sofortbildkameras, Roller und sogar eine Kinderspielküche. Am Nikolaustag, dem 6. Dezember 2025, fand die Übergabe der insgesamt 197 Päckchen bei einer interkulturellen Weihnachtsfeier im Stadttheater Hildburghausen statt. Ein Fest für die ganze Familie, das ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt vermittelte.

Ein Netzwerk der Unterstützung

Das Engagement geht jedoch weit über die Feiertage hinaus. Das Projekt Tübinger AnsprechPersonen (TAP’s) für Kinderarmut und Kinderchancen ist ein Netzwerk aus ehrenamtlichen und hauptamtlichen Personen, die sich für Familien mit wenig Geld starkmachen. Diese TAP’s kennen wichtige Hilfsangebote und informieren die Familien darüber. Sie sind in Kinderhäusern, Schulen, Stadtteil- und Familientreffs sowie in Vereinen und Verwaltungen aktiv. An all diesen Orten, wo Kontakt zu Kindern und Jugendlichen besteht, sind sie oft ein Lichtblick für die Betroffenen.

Der Verein Wunschbaum, der Teil dieses Netzwerks ist, ermutigt Familien, sich bei Fragen zu Hilfsangeboten zu melden. Es ist wichtig, dass niemand in unserer Gemeinschaft allein gelassen wird. Weihnachten ist nicht nur eine Zeit der Geschenke, sondern vor allem eine Zeit des Gebens, der Nächstenliebe und des Miteinanders. In Hildburghausen wird das auf eine ganz besondere Art und Weise gelebt.