Sonderausstellung „Filmstar Gera“ im Stadtmuseum zeigt die Stadt als Kulisse für Filmproduktionen
In Gera, nur einen Katzensprung von Greiz entfernt, gibt es heute ein ganz besonderes Ereignis, das cineastische Herzen höherschlagen lässt. Die Sonderausstellung „Filmstar Gera. Die Stadt als Kulisse“ eröffnet ihre Pforten im Stadtmuseum Gera. Von 11 bis 17 Uhr können Besucher in die faszinierende Welt eintauchen, in der Gera als Kulisse für zahlreiche internationale und deutsche Filmproduktionen diente. Wer hätte gedacht, dass der Mohrenplatz und das Kultur- und Kongresszentrum (KuK) nicht nur für Veranstaltungen, sondern auch als Drehorte von Filmen wie „Die Stille nach dem Schuss“ oder „Die Stasikomödie“ genutzt wurden? Hier wird die Stadt, die viele vielleicht nur als Wohnort kennen, in einem ganz neuen Licht präsentiert!
Die Ausstellung zeigt nicht nur beeindruckende Originalrequisiten, sondern auch Fotos und Filmausschnitte, die das Zusammenspiel zwischen Stadt und Filmkunst lebendig werden lassen. Besonders spannend ist die Tatsache, dass Gera nicht nur für einzelne Szenen, sondern auch für ganze Handlungen genutzt wurde. Es ist schon erstaunlich, wie aus einem „normalen“ Stadtbild ein Ort für große Filmträume entstehen kann! Das KuK beispielsweise hat sogar als Flughafen Paris-Orly und Warschau-Okęcie gedient – eine kreative Verwandlung, die man sich nur schwer vorstellen kann.
Filmische Schätze und historische Schauplätze
Die Vorbereitungen für diese Ausstellung waren alles andere als ein Sprint. Sandra Wanzar, Anja Kunze von der Mitteldeutschen Medienförderung GmbH, Kulturamtsleiter Felix Eckerle und Museumsleiter Konrad Kessler haben über zwei Jahre an diesem Projekt gearbeitet. Das Ergebnis? Eine eindrucksvolle Präsentation, die auf 15 großformatigen Tafeln Filmausschnitte den Originalschauplätzen in Gera gegenüberstellt. Diese Kombination aus Bild und Ort ist einfach magisch, fast so, als würde man selbst ein Teil der Filmgeschichte werden.
Besonders faszinierend ist die Johanniskirche, die nicht nur als historischer Ort der Friedensgebete während der Wendezeit bekannt ist, sondern auch in der Serie „Sam – ein Sachse“ und in Leander Haußmanns „Stasikomödie“ Verwendung fand. Die kreativen Köpfe hinter den Kameras haben Gera als authentischen Schauplatz für die Darstellung der DDR entdeckt, was nicht nur die Nostalgie weckt, sondern auch die kulturelle Tiefe unserer Region aufzeigt.
Gera als Magnet für Filmproduktionen
Die Stadt hat sich in den letzten Jahren als beliebter Drehort etabliert. Immer wieder werden hier Kinofilme und Serien produziert. Die Kombination aus historischen Stoffen und authentischen Schauplätzen – wie dem ehemaligen Kaufhaus Tietz oder der ehemaligen SED-Bezirksleitung – zieht Regisseure an. Insbesondere für Filme, die die 1970er und 1980er Jahre thematisieren, bietet Gera noch viele unberührte Ecken.
Die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM) hat sich als wertvoller Partner erwiesen, um Gera als vielseitigen Drehort zu positionieren und Produktionen bei der Standortsuche zu unterstützen. Die Flexibilität der privaten und öffentlichen Motivgeber ist ein weiterer Pluspunkt. Ob das KuK oder der Mohrenplatz – diese Locations bieten nicht nur eine beeindruckende Kulisse, sondern auch das gewisse Etwas, das Filme unvergesslich macht.
Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Februar 2027 im Stadtmuseum Gera zu sehen. An den Tagen von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen stehen die Türen offen, um Gera aus dieser kreativen Perspektive zu erleben. Wenn das mal nicht einen Ausflug wert ist! Vielleicht sehen wir uns ja dort – zwischen Filmrequisiten und der Magie der Leinwand!
