Geflügelpest breitet sich in Schleswig-Holstein aus: Alarmstufe rot für Geflügelhalter in Segeberg
Heute ist der 27.10.2026 und das Thema, das uns hier in Segeberg alle beschäftigt, ist die Geflügelpest. Ja, die geflügelten Freunde haben es nicht leicht in diesen Tagen. Schon seit Herbst 2026 breitet sich die Tierseuche in Schleswig-Holstein aus, und die Lage ist ernst. Der erste Nachweis der aviären Influenza – besser bekannt als Geflügelpest – hat die Region erneut erreicht. Aktuell gibt es landesweit Schutzmaßnahmen, da in den Kreisen Nordfriesland, Segeberg und Schleswig-Flensburg gleich mehrere Ausbrüche bestätigt wurden. Ein besorgniserregender Zustand, der viele Geflügelhalter in Alarmbereitschaft versetzt.
Die hochpathogene aviäre Influenza (HPAI) betrifft sowohl Wildvögel als auch Hausgeflügel. Besonders kritisch ist, dass HPAI anzeigepflichtig ist – das bedeutet, dass jeder Verdachtsfall sofort gemeldet werden muss. Es gibt keine Möglichkeit, das Virus durch Impfung zu bekämpfen, und die Behörden sind gefordert, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Zu den größten Gefahren für die Hausgeflügelhaltung gehören vor allem direkte Kontakte mit infizierten Wildvögeln und die indirekte Übertragung durch verunreinigte Futter- und Wasserquellen. Und, naja, selbst die besten Hygienemaßnahmen sind oft nicht genug, wenn ein infizierter Vogel umherflattert.
Aktuelle Situation in Segeberg
In Bark, einem Ortsteil hier im Kreis Segeberg, musste ein Geflügelbetrieb seinen gesamten Bestand töten – das sind schockierende Nachrichten, die uns alle berühren. Die Bilder von den geräumten Ställen und der Einrichtung von Schutzzonen sind nicht leicht zu verdauen. In Wanderup, einer weiteren betroffenen Gemeinde, wurde in einer Gänsehaltung das hochpathogene H5N1-Virus nachgewiesen. Mehr als 1.000 Gänse mussten ihr Leben lassen, und auch hier wurden Restriktionszonen eingerichtet. Die Sorgen um die eigene Haltung sind allgegenwärtig.
Die gesetzlichen Vorgaben sind klar: Alle Geflügelhalter, egal ob groß oder klein, müssen die Schutzmaßnahmen umsetzen. Es wird empfohlen, Geflügel nur an Stellen zu füttern und zu tränken, die für Wildvögel unzugänglich sind. Eine gründliche Reinigung von Kleidung, Schuhen und Geräten ist ein absolutes Muss – auch wenn es manchmal schwerfällt, das alles im Alltag unterzubringen. Und hey, desinfizierte Hände vor dem Betreten des Stalls sollten eigentlich selbstverständlich sein. Aber bei all dem Stress – wer denkt da nicht mal an den nächsten Besuch im Stall?
Überwachung und Monitoring
Schleswig-Holstein hat ein ganzjähriges Monitoringprogramm in Hausgeflügelbeständen und der Wildvogelpopulation eingeführt. Die Behörden sind ständig auf der Hut, um die Virusverbreitung zu überwachen. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass bei Wildvögeln in den letzten Wochen immer wieder positive Befunde festgestellt wurden. Laut den letzten Berichten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hat sich die Lage dramatisch verändert. Es wurden 20 zusätzliche Ausbrüche in Geflügelbeständen registriert, und bei Wildvögeln gab es 184 positive Befunde, was darauf hindeutet, dass die Situation ernst bleibt.
Die FLI-Präsidentin Christa Kühn hat kürzlich betont, dass die Fallzahlen weiter steigen und eine Beruhigung der Lage nicht in Sicht ist. Was uns alle betrifft, schließlich leben wir hier in einer Region, in der die Geflügelhaltung eine wichtige Rolle spielt. Es ist also an der Zeit, wachsam zu bleiben und Biosicherheitsmaßnahmen konsequent einzuhalten. Die Meldung toter Wildvögel ist ebenso wichtig wie die Überwachung der eigenen Bestände. Wer hätte gedacht, dass wir mal so viel über Vogelgrippe reden würden?
Ein Blick auf die Vergangenheit
Ein kurzer Rückblick auf die letzten Jahre zeigt, dass Schleswig-Holstein nicht zum ersten Mal von dieser Seuche betroffen ist. Im Oktober 2020 erlebten wir den schwersten Geflügelpestausbruch in der Landesgeschichte. Tausende Vögel starben damals, und die Erinnerungen daran sind noch frisch. Doch die verantwortlichen Stellen haben durch Seuchenvorsorge und -bekämpfung die Zahl der Ausbrüche in Hausgeflügelhaltungen auf zehn Fälle reduziert. Ein kleiner Lichtblick in einer ansonsten düsteren Angelegenheit.
Die Chronologie der letzten Jahre zeigt uns, dass Schleswig-Holstein immer wieder von neuen Ausbrüchen betroffen war. Auch im Winter 2016/17 gab es bereits einen schweren Geflügelpestgeschehen, und die Geschichte scheint sich zu wiederholen. Immer wieder müssen wir uns mit den Konsequenzen dieser Tierseuche auseinandersetzen. Wenn die Vögel fliegen, müssen wir aufpassen, dass sie nicht auch unsere Höhlen und Ställe besuchen.
Die Lage ist angespannt, und wir bitten alle Geflügelhalter in Segeberg, wachsam zu bleiben. Die Gesundheit der Tiere und letztlich auch die der Menschen stehen auf dem Spiel. Bleiben wir also alert und handeln, bevor es zu spät ist. Wer weiß, vielleicht sind die nächsten Wochen die entscheidenden, um die Geflügelpest in den Griff zu bekommen!
