Sonderausstellung „Vom Krammarkt zum Jahrmarkt“ im Möllner Museum zeigt die Geschichte des Möllner Herbstmarktes
In Herzogtum Lauenburg gibt es zurzeit eine ganz besondere Ausstellung, die Geschichtsliebhaber und Marktbegeisterte gleichermaßen in ihren Bann ziehen wird. Die Sonderausstellung „Vom Krammarkt zum Jahrmarkt“ im Möllner Museum, genauer gesagt in der Ratsdiele des Historischen Rathauses, zeigt vom 7. Oktober bis 21. November 2026 die faszinierende Entwicklung des Möllner Herbstmarktes. Das Beste daran? Ihr könnt die Ausstellung während der regulären Öffnungszeiten und zum gewohnten Eintrittspreis besuchen. Einfach genial!
Der Möllner Herbstmarkt ist mehr als nur ein Volksfest; er ist eine lebendige Tradition, die seit Jahrhunderten fester Bestandteil des Jahreskalenders der Stadt ist. Die erste urkundliche Erwähnung dieses Marktes stammt bereits aus dem Jahr 1561. Damals gab es sogar Auflagen von der Stadt Lübeck – die Möllner Stadttore mussten während der Markttage früher geschlossen werden, und tapfere Bürger waren dazu angehalten, diese zu bewachen. Welch ein Bild! Händler aus Städten wie Lübeck, Lauenburg, Lüneburg und Wismar reisten an, laden die Besucher ein und boten ihre Waren feil. Es war nicht nur ein Ort des Handels, sondern auch des sozialen Lebens.
Von der Ware zur Unterhaltung
Der Herbstmarkt hat sich über die Jahrhunderte enorm gewandelt. Ursprünglich standen die Waren im Mittelpunkt, aber schon früh war auch die Unterhaltung durch Gaukler und Artisten ein fester Bestandteil des Geschehens. Im 19. Jahrhundert avancierte der Markt zu einer der bedeutendsten Veranstaltungen der Region und diente sogar als Heiratsmarkt. Junge Leute trafen sich in den Tanzsälen und suchten nach dem großen Glück – ganz romantisch, nicht wahr?
Traditionell beginnt der Herbstmarkt am Freitag vor dem ersten Novemberwochenende. Auf einer Fläche von etwa 5.000 m² wird die historische Altstadt zum Schauplatz für rund 100.000 Besucher (Stand 2024). Damit ist der Möllner Herbstmarkt der größte Jahrmarkt Schleswig-Holsteins. Die Menschen strömen nicht nur wegen der über 100 Kirmesbuden und Fahrgeschäfte herbei, sondern auch, um am verkaufsoffenen Sonntag die Geschäfte der Innenstadt zu erkunden. Am Montag, dem Familientag, gibt es sogar reduzierte Preise – das lässt das Herz eines jeden Schnäppchenjägers höher schlagen!
Ein Fest mit Geschichte
Im Rahmen der Ausstellung wird die Verbindung von historischen Informationen zur Stadtgeschichte mit Erinnerungsstücken aus dem Marktgeschehen sichtbar. So wird der Herbstmarkt nicht nur als Fest gefeiert, sondern auch als wichtiger Bestandteil des städtischen Lebens begriffen. Die Ausstellung lässt uns in die Vergangenheit eintauchen und zeigt, wie der Markt das Leben der Möllner über die Jahrhunderte geprägt hat.
Volksfeste spielen in Deutschland eine große Rolle – im Jahr 2024 besuchten rund 200 Millionen Menschen verschiedene Feste. Dabei sind die Volksfeste nicht nur ein Ort des Feierns, sondern auch ein kulturelles Bindeglied zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten. Sie tragen zur Völkerverständigung bei und fördern den Austausch zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft. Wie schön, dass der Möllner Herbstmarkt auch ein Teil dieser großen Tradition ist!
Wenn ihr also in den nächsten Wochen Zeit habt, solltet ihr unbedingt ein paar Stunden in der Ratsdiele des Möllner Museums verbringen und die faszinierenden Geschichten des Möllner Herbstmarktes entdecken. Es könnte sich als eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit entpuppen, die euch mit einem Lächeln im Gesicht und vielleicht sogar einem Gläschen Glühwein in der Hand zurücklässt. Und vielleicht sieht man sich ja auch auf dem Herbstmarkt selbst – wer weiß, vielleicht findet man dort nicht nur besondere Waren, sondern auch die eine oder andere Überraschung!
