Heute ist der 28.10.2026 und während wir in Stendal gemütlich unseren Kaffee schlürfen, gibt es wichtige Neuigkeiten aus der Region. Die Landkreise Stendal, Havelland und Altmarkkreis Salzwedel haben sich zusammengetan, um für Verbesserungen im Verkehrsbereich einzutreten. Der Grund? Die bevorstehenden Bauarbeiten auf der Lehrter Bahn, die uns alle betreffen werden. Bei einer Pressekonferenz am Stendaler Hauptbahnhof zogen die Landräte Patrick Puhlmann, Roger Lewandowski und Steve Kanitz eine erste Bilanz und formulierten klare Forderungen. Auch die Hansestadt Stendal und das Johanniter-Krankenhaus waren vertreten. Ein Vertreter der Deutschen Bahn war eingeladen, um über die Situation zu sprechen, ließ jedoch wissen, dass er wegen laufender Abstimmungen nicht teilnehmen könne – nicht gerade die beste Kommunikation, oder?

Die Bauarbeiten beginnen am 2. Oktober 2026 und dauern bis zum 12. Dezember 2026. In dieser Zeit wird die Strecke zwischen Berlin-Spandau und Stendal gesperrt. Pendler und Reisende müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Ersatzbusse sollen einen Teil des Zugverkehrs übernehmen, aber das funktioniert nur, wenn Bus-, Zug- und Anschlussverbindungen gut abgestimmt sind. Eine echte Herausforderung, wenn man bedenkt, dass viele auf diese Verbindungen angewiesen sind, um zur Arbeit, zu medizinischen Terminen oder in Bildungseinrichtungen zu gelangen. Dazu kommt, dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen auf verlässliche Verkehrsverbindungen angewiesen sind, um ihre Mitarbeitenden am Standort zu halten.

Forderungen der Landkreise

Die Landkreise haben sich darauf geeinigt, mehrere zentrale Maßnahmen zu fordern. Dazu gehören durchgängige Fernverkehrszüge zu den Hauptverkehrszeiten zwischen Stendal, Wittenberge und Berlin. Das klingt nach einer wichtigen Verbesserung! Außerdem soll es eine schnelle und verlässlich getaktete Verbindung zwischen Stendal und Wittenberge geben, die sichere Anschlüsse nach Berlin bietet. Transparente Informationen über geplante Maßnahmen und die Umsetzungstermine sind ebenfalls auf der Liste. Besonders lautstark kritisierte Roger Lewandowski, dass die betroffenen Landkreise und Kommunen nicht frühzeitig in die Planung der umfangreichen Baumaßnahme einbezogen wurden – das kann man doch nicht einfach so ignorieren!

Ein weiterer Punkt, der angesprochen wurde, ist die Notwendigkeit, ausreichend Parkplätze an den Umsteigebahnhöfen in Nauen und Nennhausen bereitzustellen. Schließlich benötigen wir für die Umsteigeverbindungen nicht nur gute Busse, sondern auch Platz für die Autos der Pendler. Steve Kanitz hob die Bedeutung einer leistungsfähigen Bahnverbindung für Arbeitswege, Ausbildung, medizinische Versorgung und Lebensqualität im ländlichen Raum hervor. Das Johanniter-Krankenhaus hat betont, dass rund 20 bis 30 Prozent der Beschäftigten auf die Bahn angewiesen sind, was die Tragweite der Situation verdeutlicht.

Die Herausforderungen des Schienenersatzverkehrs

Die Bauarbeiten lassen die Fahrzeiten in die Höhe schnellen. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach hat das Konzept des Schienenersatzverkehrs während der Generalsanierung überwiegend positiv bewertet, aber auch die verlängerten Fahrzeiten kritisiert. Zum Beispiel wird die Verbindung zwischen Berlin-Spandau und Wustermark sich von 17 Minuten auf rund 40 Minuten verlängern. Ähnlich sieht es bei der Strecke Berlin-Hauptbahnhof nach Rathenow aus: Statt einer Stunde kann es bis zu 1:40 Stunden dauern. Das sind schon gewaltige Unterschiede, die auch Pendlerinnen und Pendler stark treffen werden.

Es wird spannend zu beobachten sein, wie die ersten Tage des Schienenersatzverkehrs verlaufen. Crumbach fordert, dass der SEV in diesen Tagen genau überprüft wird, um bei Mängeln schnell reagieren zu können. Die Flexibilität, die in der ersten Bauphase gezeigt werden soll, könnte entscheidend sein, um die Unannehmlichkeiten für die Reisenden zu minimieren. Doch am Ende bleibt die Frage: Kann der SEV den regulären Bahnverkehr wirklich ersetzen?

Die Landkreise Stendal, Havelland und Altmarkkreis Salzwedel haben sich auf die Fahnen geschrieben, ihre Forderungen gemeinsam gegenüber der Deutschen Bahn und anderen Verantwortlichen zu vertreten. Sie erwarten konkrete Informationen und spürbare Verbesserungen während der langen Bauzeiträume. Es bleibt abzuwarten, ob diese Zusammenarbeit Früchte trägt und die Pendler in der Region von besseren Verkehrsverbindungen profitieren können.