Am 19. Oktober 2026 war es endlich so weit: Der Seniorenbeirat des Landkreises Vulkaneifel feierte sein 25-jähriges Bestehen. Eine öffentliche Sitzung wurde einberufen, und Landrätin Julia Gieseking begrüßte die Anwesenden, darunter den Vorsitzenden Helmut Giesen und viele Beiratsmitglieder. Es war ein besonderer Anlass, der nicht nur der Rückschau diente, sondern auch die Weichen für die Zukunft stellte.

„Ein Hoch auf die, die sich unermüdlich für unsere ältere Generation einsetzen“, so Gieseking, und das hatte sie auch allen Grund dazu. In ihrer Ansprache dankte sie Helmut Giesen, seinem Stellvertreter Peter Ludwig sowie allen aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Beirates für ihr Engagement. Die Themen Gesundheit, Resilienz und Sicherheit, die die Seniorenarbeit prägen, liegen der Landrätin besonders am Herzen. Es ist ein wichtiges Stück Arbeit, das der Beirat leistet, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und den Austausch zwischen den Generationen zu fördern.

Ein Vierteljahrhundert im Dienst der Senioren

Seit der konstituierenden Sitzung am 12. Dezember 2000 setzt sich der Beirat für die Interessen älterer Menschen im Landkreis ein. Er informiert über die Lebenslagen von Senioren, vermittelt zwischen den Generationen und fördert den Austausch in sozialen und kulturellen Bereichen. Rückblickend auf die vergangenen 25 Jahre wird schnell klar, wie viele Projekte der Beirat ins Leben gerufen hat. Fünf große Seniorentage in den Verbandsgemeinden Gerolstein, Hillesheim, Daun, Obere Kyll und Kelberg sind nur einige der Highlights, die Unterhaltung und Fachinformationen geboten haben. Und wer kennt nicht das „Senioren-Kino“, das für viele zur beliebten Institution geworden ist?

Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Broschüre „Wegweiser für Seniorinnen und Senioren“. Mit Beratungs-, Pflege- und Betreuungsangeboten sowie regionalen Adressen hat diese Broschüre bereits rund 3.000 Exemplare gefunden – und die Nachfrage ist ungebrochen. Doris Sicken von der Geschäftsstelle des Seniorenbeirates steht für Fragen und für den Bezug der Broschüre zur Verfügung. Ein Anruf bei ihr, und schon hat man alle Infos, die man braucht.

Engagement, das über Jahrzehnte reicht

Helmut Giesen ist seit der Gründung im Jahr 2000 ein Herzstück des Beirates. Seit 2009 ist er dessen Erster Vorsitzender und auch in anderen Funktionen aktiv, wie als stellvertretender Vorsitzender der Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz. Ein Mann, der sich leidenschaftlich für die Belange der Senioren einsetzt! Im November 2024 wird er in Mainz mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet – eine Ehrung, die ihm mehr als zusteht.

Nach der Sitzung wurde bei Kaffee und Kuchen gefeiert. Man schaute zurück, aber auch nach vorn. Die Anwesenden sprachen über künftige Aufgaben und Ziele des Beirates – und das mit einer Begeisterung, die ansteckend war. Es war ein Moment des Innehaltens, aber auch der Vorfreude auf all das, was noch kommen mag.

Ein Blick in die Zukunft

Im Rahmen eines Projekts namens „Seniorenbeiräte stärken“ hat die Landesseniorenvertretung Rheinland-Pfalz e.V. ein neues Handbuch zur Arbeit kommunaler Seniorenbeiräte vorgestellt. Das entstandene Handbuch enthält wertvolle Leitlinien, die nicht nur die Arbeit der Beiräte unterstützen, sondern auch die Teilhabe älterer Menschen stärken sollen. In Zeiten des Wandels, in denen digitale Möglichkeiten immer wichtiger werden, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Die Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hat dies zu einem besonderen Anlass gemacht, dem Europäischen Tag der Solidarität zwischen den Generationen.

Die Seniorenbeiräte haben sich intensiv mit ihrer eigenen Wirkung auseinandergesetzt und zahlreiche Ideen zur Weiterentwicklung erarbeitet. Hier wird der Grundstein für eine zukunftsfähige Arbeit gelegt, die die Lebensqualität älterer Menschen in den Fokus rückt.

In dieser lebendigen und engagierten Atmosphäre wird deutlich: Der Seniorenbeirat des Landkreises Vulkaneifel hat in den letzten 25 Jahren viel bewegt – und wird auch weiterhin ein wichtiger Akteur in der Gesellschaft sein. Auf weitere Jahre voller Einsatz und Herzblut!