Heute ist der 19.10.2026, ein besonderer Tag für die Schulgemeinschaft der Ruwertalschule in Waldrach. Die Schüler und Lehrkräfte haben nach den Herbstferien ihre neue Übergangsschule bezogen. Eine Modulsystem-Schule, die aus mehr als 240 einzelnen Modulen besteht, wurde auf dem ehemaligen Verkehrsübungsplatz errichtet. Hier wird nun der Unterricht in hellen, modernen Räumen stattfinden.

Die Eröffnung dieser Interimsschule ist besonders aufregend, schließlich handelt es sich um einen vollständigen Neubau, der am bisherigen Standort der Schule geplant ist. Ab November 2026 wird der Kreis als Schulträger mit dem Abriss des alten Gebäudeensembles beginnen, um Platz für die neuen Schulgebäude zu schaffen. Der Abriss soll bis März 2027 dauern, gefolgt von einer Bauphase, die etwa vier Jahre in Anspruch nehmen wird.

Ein neuer Ort für das Lernen

Die Übergangsschule besteht aus zwei Gebäuderiegeln mit jeweils zwei Etagen. Im oberen Riegel, der hangseitig gelegen ist, findet man die Grundschule. Hier lernen rund 190 Kinder in zehn Klassenräumen, die alle mit digitalen Whiteboards ausgestattet sind. Im unteren Riegel hat die Realschule plus Platz gefunden, mit 15 Klassenräumen für ca. 330 Schülerinnen und Schüler. Die moderne technische Ausstattung der Fachräume für Chemie, Physik und Biologie wird sicherlich zur Begeisterung der Lernenden beitragen.

Die Schulleitung, das Sekretariat und ein Elternsprechzimmer sind ebenfalls im oberen Riegel untergebracht, ebenso wie ein Schulsozialraum und eine Teeküche. Ein Lehrerzimmer für mehr als 40 Pädagoginnen und Pädagogen sorgt dafür, dass auch die Lehrkräfte sich wohlfühlen. Die Mensa, die aus sechs Modulen besteht und rund 80 Quadratmeter umfasst, bietet nicht nur Platz für gemeinsames Essen, sondern auch eine Lehrküche mit Speiseraum.

Ein gut geplanter Umzug

Der Umzug in die neue Übergangsschule wurde von Schulleiter Markus Lehnert als Prozession beschrieben. Ein schöner, gemeinschaftlicher Akt, der die Schulgemeinschaft zusammenbrachte. Es ist wirklich bemerkenswert, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt. Der Pressetermin zur Vorstellung der Modulschule war gut besucht, unter den Anwesenden waren Landrat Stefan Metzdorf, Bürgermeister Thomas Hoffmann und viele weitere Vertreter der Gemeinde.

Die Containerschule hat insgesamt 7,1 Millionen Euro gekostet und erfüllt alle aktuellen energetischen Anforderungen. Durch die modulare Bauweise können die Schulgebäude flexibel an zukünftige Bedürfnisse angepasst werden. BplusL, das Unternehmen hinter dieser Bauweise, hat klar definierte Projektphasen und feste Ansprechpartner, um sicherzustellen, dass alles reibungslos abläuft. Bei der industriellen Vorfertigung der Module werden Bauvorbereitung und Produktion parallel durchgeführt, was eine schnelle Montage ermöglicht.

Ein Blick in die Zukunft

Interimsschulen wie die Ruwertalschule sind während Sanierungen oder Neubauten eine wertvolle Lösung, um den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Die sichere und funktionale Gestaltung der Unterrichtsräume sorgt dafür, dass Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sich wohlfühlen. Helle Klassenräume, angenehme Raumakustik und ein komfortables Raumklima sind nur einige der Merkmale, die hier geboten werden.

Mit dieser neuen Übergangsschule wird nicht nur der aktuelle Raumbedarf gedeckt, sondern auch ein zukunftsgerichteter, nachhaltiger Ansatz verfolgt. Die Schülerinnen und Schüler können sich auf viele spannende Lernmöglichkeiten freuen, die ihnen in dieser modernen Umgebung geboten werden. Die Ruwertalschule ist bereit für die kommenden Herausforderungen und wird ihren Platz als Bildungsstätte in der Region Trier-Saarburg sicher weiterhin festigen.