In Herxheim tut sich was! An der Augustastraße, genauer gesagt im Bereich der Speyerer Straße, entsteht ein neuer Schulbau, der die bisherige Förderschule in der Bussereaustraße ablösen wird. Das bestehende Schulgebäude in der Augustastraße 27 bleibt jedoch nicht auf der Strecke, sondern wird in das Gesamtkonzept integriert. Die Caritas-Förderschule mit dem Schwerpunkt ganzheitliche Entwicklung, die zum Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus gehört, erhält damit eine neue Heimat. Schulträger ist die Caritas Betriebsträgergesellschaft mbH Speyer, und die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit 2017. Man kann sagen, das Projekt hat eine lange Reise hinter sich.

Ein paar Hürden mussten genommen werden. Nach der Einreichung des Bauantrags im September 2023 gab es Verzögerungen wegen offener Fragen zur Grundstücksentwässerung. Aber keine Sorge, das Problem ist mittlerweile gelöst! Im Oktober 2025 gab es grünes Licht von den Verbandsgemeindewerken Herxheim für das Entwässerungskonzept. Und am 16. April 2026 wurde die Baugenehmigung durch die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße erteilt. Das sind doch mal positive Nachrichten!

Die nächsten Schritte auf dem Weg zur neuen Förderschule

Im Mai 2026 trafen sich die Planer zu einer Auftaktbesprechung, und im September 2026 wurde die koordinierte Planung mit den Fachleuten wieder aufgenommen. Der Bauausschuss wird im November seine Arbeit fortsetzen und die Kostenberechnung aktualisieren. Bis zum zweiten Quartal 2027 stehen einige wichtige Schritte auf dem Plan: die Ausführungsplanung und ein Wettbewerb „Kunst am Bau“, bei dem ein Budget von 250.000 Euro bereitgestellt wird. Im September 2027 soll die Ausschreibung für die Bauleistungen beginnen, und die ersten Vergaben, etwa für Tiefbau und Gründung, sind für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Der Baubeginn ist für Februar 2028 geplant. Das klingt nach einem gut durchdachten Zeitplan!

Die neue Förderschule wird nicht nur ein neues Dach über dem Kopf bieten, sondern auch die Förder- und Betreuungsmöglichkeiten erheblich verbessern. Geplant sind 21 Klassenräume, Therapie- und Behandlungsräume, Werkräume, Lehrküchen, Snoezelen-Räume, ein Gymnastikraum und sogar ein Bewegungsbad! Insgesamt wird die Schule Platz für 168 Kinder und Jugendliche bieten – ein echter Gewinn für die Region. Übrigens, die zuletzt im September 2025 geschätzten Baukosten belaufen sich auf 38,95 Millionen Euro, von denen das Land Rheinland-Pfalz 10,5 Millionen Euro übernimmt. Der Rest wird von den Kommunen getragen, aus deren Gebieten die Schülerinnen und Schüler stammen.

Baugenehmigung überreicht und Ausblick auf die Zukunft

Landrat Dietmar Seefeldt übergab am 20. April die Baugenehmigung an Diözesan-Caritasdirektor Holger Maar. Dieser hat betont, dass das Projekt nun zügig vorangetrieben werden soll, mit dem klaren Ziel, das Schuljahr 2030/2031 im Neubau zu beginnen. Um die Bauarbeiten effektiv und effizient zu gestalten, wird es eine europaweite Ausschreibung der Gewerke geben. Es ist ja klar, dass man hier auf die besten Anbieter setzen möchte.

Das Vergaberecht in Rheinland-Pfalz spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Mit der Änderung des Landesrechts zum Vorrang der Fachlosvergabe, die im Frühjahr 2025 umgesetzt wurde, wird es möglich, einzelne Fachgewerke getrennt auszuschreiben. Das soll nicht nur die Transparenz erhöhen, sondern auch eine flexiblere Handhabung der Bauprojekte ermöglichen. Zum Beispiel können jetzt auch sachliche Gründe eine Ausnahme rechtfertigen, wenn man von den klassischen Vergabemustern abweichen möchte. Das ist besonders für Modulbauunternehmen von Bedeutung, die sich am Markt etabliert haben und somit schneller auf neue Anforderungen reagieren können.

Es bleibt spannend, wie sich die Bauarbeiten entwickeln werden. Die Vorfreude auf die neue Förderschule in Herxheim wächst, und die zukünftigen Schülerinnen und Schüler können sich auf ein modernes Lernumfeld freuen, das ihren Bedürfnissen gerecht wird. Die gesamte Region ist gespannt, was die nächsten Schritte bringen!