Am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, um 19 Uhr, wird in der Stellmacherei, Lindenstraße 28, 48231 Warendorf-Hoetmar, ein ganz besonderer Abend stattfinden. Die Heimatfreunde Dorf Hoetmar und das Kreisarchiv laden zu einem Vortrag und einer Präsentation zur „Karte der Hoetmar Mark“ ein. Ein Thema, das nicht nur Historiker interessiert, sondern auch alle, die die Wurzeln des ländlichen Lebens im Münsterland und Umgebung besser verstehen möchten.

Was genau ist diese Hoetmar Mark? Nun, bis vor etwa 200 Jahren war sie eine der größten Gemeinheitsflächen im heutigen Kreisgebiet. Eine Region, in der Nachbardörfer gemeinsam Wälder, Weiden und Heidegebiete nutzten. Es war eine Form der gemeinschaftlichen Nutzung, die nicht nur für Viehweide, sondern auch für die Holznutzung oder das Abstechen von Torf und Plaggen genutzt wurde. Aber keine Sorge, es war alles gut reglementiert, um Übernutzung zu verhindern – die Dorfbewohner wussten, wie wichtig verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur ist.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Hoetmar Mark bestand bis 1838 im ursprünglichen Zustand. Eine erste Vermessung fand zwischen 1792 und 1798 statt, und im Jahr 1840 wurde eine Übersichtskarte erstellt, die bereits die geteilte Mark zeigt. Diese Karte, die sich heute im Kreisarchiv befindet, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie wurde von Expertinnen der Restaurierungswerkstatt des LWL-Archivamts fachgerecht repariert und liegt nun in einem hervorragenden Erhaltungszustand vor. Unglaublich, oder? Man kann sich kaum vorstellen, wie viel Arbeit in einem solchen Projekt steckt.

Bei der Veranstaltung wird die Restauratorin Birgit Geller von ihren Erfahrungen berichten und den Prozess der Reparatur erläutern. Dr. Knut Langewand, der Kreisarchivar, wird die Geschichte der Marken und die markanten Veränderungen durch die Markenteilung näherbringen. Und das Beste? Die Karte wird zum ersten Mal nach ihrer Restaurierung der Öffentlichkeit präsentiert. Ein echtes Highlight für Geschichtsinteressierte!

Von Karten und Sammlungen

Übrigens, wenn man über historische Karten spricht, kann man nicht die beeindruckende Sammlung der Universitätsbibliothek Münster außer Acht lassen. Diese beherbergt neben modernen auch historische Karten aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Mit über 500 Kartenblättern in der ersten Sammlung und etwa 1.500 in der Haxthausen-Sammlung ist das ein Ort, den jeder Kartographie-Liebhaber besuchen sollte. Dort findet man nicht nur Karten von Westfalen, sondern auch zahlreiche Stadtpläne und großmaßstäbige Karten europäischer Staaten – ein wahres Eldorado für Interessierte!

Das Thema Karten ist heutzutage relevanter denn je. Auch wenn man manchmal auf technische Schwierigkeiten stößt, wie etwa beim Laden von Webseiten, die durch Systeme wie Anubis geschützt werden, zeigt es nur, wie wertvoll und schützenswert Informationen sind. Schließlich können wir dank solcher Schutzmaßnahmen sicherstellen, dass das Wissen auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

Der Abend am 28. Oktober verspricht also, nicht nur lehrreich, sondern auch faszinierend zu werden. Wer Interesse an der Geschichte und den Geheimnissen der Hoetmar Mark hat, sollte sich diesen Termin im Kalender rot anstreichen. Es wird sicher spannend!