Selbsthilfegruppe und Trauer-Wegweiser für Soest: Unterstützung für Trauernde in der Region
Am 2. November 2026 ist es wieder einmal an der Zeit, über ein wichtiges Thema nachzudenken, das viele Menschen in Soest betrifft: Trauerbewältigung. Der Verlust eines Partners oder einer Partnerin kann das Leben von heute auf morgen auf den Kopf stellen. Dana Stinson, die Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Kreis Soest (KISS), weiß, wie tiefgreifend und schmerzhaft diese Erfahrung ist. Um Betroffenen in dieser schweren Zeit zu helfen, entsteht eine Selbsthilfegruppe, die einen geschützten Raum für Austausch, Trost und Unterstützung bieten soll. Hier können die Teilnehmer gemeinsam neue Perspektiven für ihr weiteres Leben entwickeln.
Das erste Treffen dieser Gruppe ist für Mitte November angesetzt und wird von Menschen geleitet, die selbst ähnliche Verluste erlebt haben. Soest wird der Ort sein, an dem diese wertvollen Gespräche stattfinden. Wer Interesse hat, kann sich direkt bei KISS melden – telefonisch unter 02921/302162 oder per E-Mail an kiss@kreis-soest.de. Es ist eine tolle Möglichkeit, sich in einer schweren Zeit nicht allein zu fühlen.
Ein Netzwerk für Trauernde
Doch das ist noch nicht alles: Das neu gegründete „Trauernetzwerk Soest“ hat kürzlich einen „Trauer-Wegweiser für den Kreis Soest“ veröffentlicht, der eine Vielzahl von Angeboten bündelt. Beteiligt an diesem Netzwerk sind unter anderem Kirchen beider Konfessionen, die Diakonie, Caritas, stationäre und ambulante Hospizdienste sowie viele ehrenamtlich Engagierte. Ziel ist es, die verschiedenen Angebote zur Trauerbewältigung besser zu koordinieren und den Überblick über Ansprechpartner und Hilfsangebote zu erleichtern. Denn häufig wissen Trauernde nicht, wo sie Hilfe finden können. Und genau hier setzt der Wegweiser an.
Der Wegweiser umfasst zahlreiche Trauerangebote: von Trauercafés über Selbsthilfe- und Trauergruppen bis hin zu Trauerspaziergängen. Besonders erwähnenswert ist die „Bank der Begegnung“ auf dem Osthofenfriedhof, ein Ort, der zum Verweilen und zum Austausch einlädt. Die Broschüre mit den Angeboten wird regelmäßig aktualisiert und kann auch online über die KISS-Internetseite abgerufen werden. Und das Beste daran: Alle aufgeführten Trauerbegleitungen sind für die Nutzer kostenfrei.
Vielfalt an Unterstützungsmöglichkeiten
Zu den Angeboten, die im Netzwerk verzeichnet sind, gehören spezielle Gruppen wie „Sommerland“ der Diakonie Ruhr-Hellweg für Kinder und Jugendliche, sowie die Selbsthilfegruppe „Verwaiste Eltern“ und die Gruppe „Früh verwitwet“ für Menschen, die im mittleren Lebensalter ihren Partner verloren haben. Diese Vielfalt zeigt, dass es in Soest zahlreiche Anlaufstellen gibt, die sich um Trauernde kümmern – egal, ob man einen kurzfristigen Austausch sucht oder eine langfristige Unterstützung wünscht.
Komischerweise wird oft die Kirche als erste Anlaufstelle genannt. Aber die regelmäßigen Gruppenangebote sind besonders wertvoll für alle, die jemanden verloren haben. Sie bieten nicht nur einen Raum für Trauer, sondern auch für Gemeinschaft und Verständnis. Wer also in Soest Unterstützung sucht, sollte die vielfältigen Angebote nicht verpassen.
Für Gruppen, die bisher nicht im Netzwerk erfasst sind, besteht die Möglichkeit, sich bei KISS zu melden, um in den Wegweiser aufgenommen zu werden. So kann das Netzwerk weiter wachsen und noch mehr Menschen in ihrer Trauer helfen. Und das ist, ehrlich gesagt, ein ganz wichtiger Schritt in einer Zeit, in der es oft an Unterstützung mangelt.
