In Siegen-Wittgenstein geht’s gerade richtig kreativ zu! Die Ausstellung „not now“ von Katrin Remy im POOL zieht die Blicke auf sich. Hier wird mit einer spannenden Technik gearbeitet: Remy nutzt Webcam-Bilder als Ausgangspunkt für ihre Werke. Man könnte sagen, sie hat ein Talent dafür, flüchtige Momentaufnahmen aus dem Internet zu nehmen, sie zu verändern und in eindrucksvolle Malerei zu verwandeln. Mit einem geschulten Auge wählt sie Bildausschnitte und fragmentarische Elemente aus, die sie dann in eine neue, künstlerische Dimension überführt. Es ist fast so, als würde sie der digitalen Welt eine neue, greifbare Form geben.

Die Themen, die sie bearbeitet, sind alles andere als banal. Sie thematisiert das spannende Verhältnis zwischen digitalem Raum und Malerei, stellt Vorstellungen von Zeit und Ort in Frage, und beleuchtet Fragen zu Verfügbarkeit sowie Urheberschaft. Ein ganz großes Thema ist auch der Umgang mit Öffentlichkeit und Privatsphäre – genau das, was in unserer digitalisierten Welt immer mehr an Bedeutung gewinnt!

Öffnungszeiten und Veranstaltungen

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich die Öffnungszeiten gut merken: Die Ausstellung ist am Mittwoch, 14.10., ab 18 Uhr geöffnet. Am Freitag, 16.10., von 15 bis 18 Uhr, am Samstag, 17.10., von 18 bis 22 Uhr (hier wird’s ab 20 Uhr musikalisch mit IZ Kasper & TeamWork live), am Sonntag, 18.10., wieder von 15 bis 18 Uhr, und weiter geht’s am Dienstag, 20.10., sowie Mittwoch, 21.10., immer von 15 bis 18 Uhr. Der Freitag, 23.10., wird mit DJ LNA LVTE zu einem besonderen Erlebnis von 20 bis 24 Uhr, und am Samstag, 24.10., gibt’s die letzte Chance von 12 bis 15 Uhr. Es sind auch weitere Termine nach Vereinbarung möglich! Wer Fragen hat oder einen Termin ausmachen möchte, kann einfach eine E-Mail an trine.remy@gmx.de schreiben.

Digitale Kunst im Wandel

Die Ausstellung ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern verbindet sich auch mit einem größeren Trend: Digitale Kunst, die in den 1990er-Jahren ins Rampenlicht trat, hat sich mittlerweile in vielen Facetten entwickelt. Sie ist nicht nur auf Bildern beschränkt, sondern erstreckt sich über Medien wie Fotografie, Video und sogar interaktive Installationen. Digitale Kunst kann in Form von Algorithmus-generierten Arbeiten, Software Art oder auch als Netzkunst auftreten – die Möglichkeiten sind schier endlos!

Ein spannendes Beispiel für digitale Kunst ist auch das Festival Ars Electronica in Linz, das regelmäßig die neuesten Entwicklungen in der elektronischen und digitalen Kunst präsentiert. Remys Arbeiten zeigen, wie sich diese Kunstformen gegenseitig bereichern. Ihre Werke sind eine Reflexion über unsere digitale Existenz und laden dazu ein, über den eigenen Platz in dieser Welt nachzudenken. Es ist ein bisschen wie ein Dialog zwischen dem Betrachter und der digitalen Kunst, der zum Nachdenken anregt und Raum für Interpretationen lässt.

Ein Blick in die Zukunft

Mit der rasanten Entwicklung von Technologien wie künstlicher Intelligenz und Augmented Reality steht die digitale Kunst an der Schwelle zu einer neuen Ära. Die Möglichkeiten, die sich hier auftun, sind faszinierend. Ob es um das Erstellen von NFTs geht, die als Krypto-Kunst gehandelt werden, oder um interaktive Erlebnisse, die mittels AR in unsere physische Welt eingebaut werden – die Zukunft der Kunst ist aufregend und vielversprechend!

Die Ausstellung „not now“ von Katrin Remy ist also nicht nur ein Schaufenster für ihre individuellen Fähigkeiten, sondern auch ein Spiegelbild der sich ständig verändernden Landschaft der digitalen Kunst. Wer also in der Gegend ist, sollte sich diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen. Kunst, die zum Nachdenken anregt, und die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet – das ist genau das, was wir in unserer schnelllebigen Zeit brauchen.