Heute ist der 19.10.2026 und im Rhein-Sieg-Kreis tut sich einiges. Die Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit des Kreises ist der zentrale Anlaufpunkt für Medienanfragen. Hier werden Interview- und Fototermine vermittelt und die Öffentlichkeit über die Themen der Verwaltung informiert. Wer Fragen hat oder Informationen sucht, kann die Pressestelle unter der Telefonnummer 02241 132966 kontaktieren. Der barrierefreie Zugang und ein WC sorgen dafür, dass jeder willkommen ist – ein echter Pluspunkt! Übrigens, die Adresse lautet Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg.

Die Öffnungszeiten sind ebenfalls praktisch gestaltet: Montag bis Donnerstag von 08:30 bis 12:30 Uhr und 13:45 bis 16:00 Uhr, sowie freitags von 08:30 bis 12:30 Uhr. Auf der Website der Pressestelle gibt es die Möglichkeit, aktuelle Medieninformationen nach Suchbegriffen, Zeiträumen und Daten zu filtern. So bleibt niemand im Dunkeln über die neuesten Geschehnisse im Kreis.

Haushaltsentwurf für 2027

Ein wichtiges Thema, das derzeit die Gemüter bewegt, ist der Haushaltsentwurf für 2027, der am 15. Oktober 2026 in den Kreistag eingebracht wurde. Mit einem Gesamtvolumen von rund 1,175 Milliarden Euro ist das kein Pappenstiel. Besonders auffällig ist, dass über 60 Prozent davon, also etwa 720 Millionen Euro, auf Transferaufwendungen entfallen. Die Sozial- und Jugendhilfeleistungen machen hierbei den größten Teil aus, und die Umlage an den Landschaftsverband Rheinland trägt ihren Teil dazu bei.

Die Haushaltsberatungen beginnen nun und die Verabschiedung des Entwurfs ist für den 14. Dezember 2026 vorgesehen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Gesamtaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um etwa 95 Millionen Euro steigen. Davon entfallen rund 72 Millionen Euro auf Transferleistungen. Ein Großteil dieses Anstiegs ist auf die höhere Umlage an den Landschaftsverband zurückzuführen. Das ist ein bisschen wie der sprichwörtliche Elefant im Raum – niemand kann ihn ignorieren.

Finanzielle Herausforderungen

Die Situation ist spannend, denn der Kreis hat keine eigenen Steuereinnahmen und finanziert sich hauptsächlich durch Gebühren, Kostenerstattungen und die Allgemeine Kreisumlage der Städte und Gemeinden. Trotz Konsolidierungsmaßnahmen von insgesamt rund 21 Millionen Euro wird die Allgemeine Kreisumlage 2027 um etwa 1 Prozentpunkt steigen – das sind rund 11 Millionen Euro mehr. Ein schmaler Grat, auf dem sich die Verantwortlichen bewegen müssen. Die Verwendung von Rücklagen zur Vermeidung weiterer Erhöhungen ist zwar ein cleverer Schachzug, aber auf Dauer wird es schwierig, ohne diese Rücklagen auszukommen.

Der Landrat Sebastian Schuster hat eindringlich gewarnt, dass ein Vertrauensverlust in den Staat droht, wenn trotz steigender Abgaben öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Schulen nicht ausreichend instand gehalten werden können. Das ist eine brisante Aussage, die zum Nachdenken anregt. Die kommunalen Finanzen müssen also auch im Sinne der Bürger verantwortungsvoll gestaltet werden, um die dauerhafte Erfüllung der Aufgaben zu gewährleisten. Hierbei ist ein verlässlicher finanzieller und rechtlicher Rahmen von der Landesregierung und dem Landtag Nordrhein-Westfalen unerlässlich.

Die Rahmenbedingungen machen deutlich, dass die Kommunen zunehmend unter Druck stehen. Der Kreis sieht sich gezwungen, Reformen zu fordern, um die finanziellen Herausforderungen zu bewältigen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickelt und welche Maßnahmen letztendlich ergriffen werden, um das Wohl der Bürger im Rhein-Sieg-Kreis auch in Zukunft sicherzustellen.