Am 17. Oktober 2026 war an der Kalkwerkstraße in Fretter richtig was los! Der Kreis Olpe hatte zu einer groß angelegten ABC-Übung geladen, und mehr als 250 Einsatzkräfte waren mit rund 60 Fahrzeugen vor Ort. Da wurde richtig geschuftet – und das alles unter dem Übungstitel „Rauch statt Knall“. Die Beteiligten waren ein bunt gemischter Haufen: von der Gemeinde Finnentrop über die MAXAM Deutschland GmbH bis hin zu verschiedenen Organisationen aus dem Rettungsdienst, Brand- und Bevölkerungsschutz.

Die Übung war nicht nur ein Test für die Einsatzkräfte, sondern auch ein Schaulaufen für die Bürgerinnen und Bürger. Diese hatten die Gelegenheit, die Einsatzfahrzeuge und die technische Ausstattung hautnah zu besichtigen. Besonders spannend war das Übungsszenario: Ein Brand bricht während der Verladearbeiten bei MAXAM Deutschland aus. Ein erschreckter Mitarbeiter verreißt das Lenkrad und fährt in einen Behälter, was zu einer gefährlichen Situation führt – Gefahrstoffe treten aus und die Feuerwehr muss schnell handeln.

Von der Übung zur Realität

Die Feuerwehr Finnentrop war von drei Standorten aus im Einsatz und erhielt Unterstützung durch zahlreiche weitere Kräfte, die aus dem gesamten Kreisgebiet alarmiert wurden. Auf dem Gebiet von Finnentrop und Lennestadt wurden sogar Absperrpunkte eingerichtet, um die Bevölkerung zu schützen. Warnfahrzeuge sorgten dafür, dass alle rechtzeitig informiert wurden. Die Kalkwerkstraße war zwischen der Esloher Straße (L 737) und der Firma MAXAM für den allgemeinen Verkehr gesperrt – und das erwartete sich bis etwa 18 Uhr. Verkehrsbehinderungen waren auch auf der Esloher Straße und weiteren Zufahrtsstraßen zu erwarten, was die Anwohner sicherlich nicht ganz erfreute.

Die Nachbesprechung fand nach der Übung in der Schützenhalle in Fretter statt, wo die Einsatzkräfte sich bei einem kleinen Imbiss stärken konnten. Brandamtmann Thomas Krippendorf, der die Übung organisiert hatte, zeigte sich zufrieden mit der Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten. Laut den Kreisangaben lief alles recht gut, und die Auswertung wird zeigen, wo noch Potenzial zur Verbesserung besteht. Immerhin geht es um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger!

Ein Blick über den Tellerrand

In Zeiten, in denen man oft von Naturkatastrophen und anderen Notfällen hört, ist es beruhigend zu wissen, dass unsere Einsatzkräfte bestens vorbereitet sind. Die ABC-Übung war nicht nur ein Training, sondern auch ein wichtiges Zeichen der Gemeinschaft. So viele Menschen, Organisationen und Fahrzeuge zusammenzubringen, ist eine logistische Meisterleistung und zeigt, wie wichtig das Zusammenspiel aller Beteiligten ist. Es ist zu hoffen, dass solche Übungen nicht nur als Training, sondern auch als eine Möglichkeit zur Stärkung der Gemeinschaft betrachtet werden.