Heute ist der 23.10.2026 und in Coesfeld brodelt es in der Finanzküche des Kreises. Am 4. November 2026 wird Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr zusammen mit Kreisdirektor Dr. Linus Tepe den Entwurf des Kreishaushalts für das Jahr 2027 im Kreistag präsentieren. Ein echter Höhepunkt, um es mal so zu sagen. Aber der Blick auf die Zahlen macht gleich deutlich: Die Zahllast der Kommunen wird voraussichtlich um rund 9,75 Millionen Euro über dem Niveau des Haushalts 2026 liegen. Oha! Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von Tarifsteigerungen beim Personal über höhere Zahlungen an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe bis hin zu wegfallenden Förderungen im öffentlichen Personennahverkehr und im Gesundheitsdienst. Da wird’s gleich spannend, wie die Kommunen darauf reagieren.

Die Situation ist ernst, und das weiß auch der Landrat. Trotz der Mehrbelastungen bleibt der Kreis Coesfeld unter den Zahlungen, die in der mittelfristigen Finanzplanung prognostiziert und von den Kommunen eingeplant wurden. In den letzten Jahren hat der Kreis etwa 23 Millionen Euro Eigenkapital an die Kommunen zurückgegeben. Na, das klingt doch erst einmal positiv, oder? Dennoch ist die Finanzlage der meisten Gemeinden nach wie vor angespannt. Hier fordert der Kreis das Land auf, eine ausreichende Finanzierung der Kommunen sicherzustellen. Ein Appell, der in den ohren der Entscheidungsträger ankommen sollte.

Ein Aufruf zur interkommunalen Zusammenarbeit

Die Stellungnahme der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur stärkeren interkommunalen Zusammenarbeit wird ebenfalls ein Thema sein. Besonders beim Klimaschutz sieht der Kreis Potenzial für gemeinsame Projekte. Der Landrat erwartet, dass die kommunalen Räte entsprechende Beschlüsse fassen. In der Bürgermeisterkonferenz hat man bereits vereinbart, weitere Möglichkeiten einer vertieften Zusammenarbeit zu prüfen. Das klingt alles nach Teamarbeit, die in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt ist. Und der Kreis hat die Ärmel hochgekrempelt: Er übernimmt bereits für alle oder einzelne Kommunen wichtige Aufgaben wie Lohnabrechnung, Datenschutz und sogar die Pflege von Feuerwehrschläuchen. Da kann man schon mal ins Schwärmen geraten.

Doch es gibt auch klare Vorgaben: Im Stellenplan 2027 ist kein Zuwachs bei nicht refinanzierten Stellen vorgesehen – das ist der erste „Null-Stellenplan“ der letzten Jahre. Eine Maßnahme, die zeigt, dass der Kreis den Gürtel enger schnallt. Auch wurde für bestimmte Bereiche eine Bewirtschaftungssperre angeordnet. Die Digitalisierung ist ein weiterer Punkt, den der Kreis im Auge behalten möchte. Wie wirkt sich der technologische Fortschritt auf den Personalbestand aus? Fragen über Fragen, die in den kommenden Monaten beantwortet werden sollen.

Einblick in den Haushaltsprozess

Für jedes Haushaltsjahr muss der Kreis eine Haushaltssatzung erlassen, und die Kreisumlage wird in Abstimmung mit den kreisangehörigen Gemeinden festgelegt. Das Beteiligungsverfahren zur Haushaltsplanung wurde bereits am 17. September 2026 mit dem sogenannten Eckdatenpapier eingeleitet. Die Kommunen hatten bis zum 16. Oktober 2026 Zeit, ihre Stellungnahmen abzugeben. Hier zeigt sich der Dialog zwischen Kreis und Kommunen, der für eine ausgewogene Haushaltsplanung unerlässlich ist. Die Kreistagsmitglieder dürfen sich am 2. Dezember 2026 im Kreisausschuss über die eingegangenen Stellungnahmen austauschen. Und am 9. Dezember 2026 wird dann die große Entscheidung fallen – es wird spannend!

Ein Blick auf die zukünftige Finanzplanung zeigt, dass die Kreise und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ihre Haushaltswirtschaft so führen müssen, dass sie ihre Aufgaben dauerhaft erfüllen können. Dabei sind wirtschaftliche, effiziente und sparsame Haushaltsführung gefragt. Die Landesregierung gibt den rechtlichen Rahmen vor, aber die Verantwortung für die Umsetzung liegt vor Ort. Das bedeutet, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten müssen, um die Herausforderungen zu meistern. In dieser Hinsicht sind die kommenden Monate entscheidend für die finanzielle Zukunft des Kreises Coesfeld und seiner Gemeinden.