Am vergangenen Freitagabend, genauer gesagt um 5:37 Uhr, waren die Mitarbeiter des Amts für Straßenverkehr des Landkreises Stade wieder einmal auf der Lauer. Auf der Landesstraße 130 in Richtung Sittensen, die bekanntlich mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften aufwartet, hatten sie ihre mobile Messanlage aufgebaut. Über einen Zeitraum von drei Stunden wurden insgesamt 247 Fahrzeuge erfasst. Und, oh Wunder, es wurde nicht lange gefackelt: Acht Fahrer hielten sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung!

Besonders ins Auge fiel ein VW-Fahrer, der mit gar 130 Stundenkilometern unterwegs war – fast doppelt so schnell wie erlaubt! Das könnte für ihn teuer werden: Ein Bußgeld von mindestens 480 Euro steht im Raum, dazu kommen mehrere Punkte in Flensburg und ein drohendes Fahrverbot. Sollte die Geschwindigkeitsüberschreitung als vorsätzlich eingestuft werden, könnte sich das Bußgeld sogar verdoppeln. Das sind ganz schön heftige Konsequenzen für einen kurzen Moment der Unaufmerksamkeit – oder vielleicht auch der Unvernunft.

Verkehrssicherheit an erster Stelle

Die Kontrolle war Teil einer umfassenderen Initiative des Landkreises und der Polizei, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Unfälle mit Verletzten oder sogar Toten zu reduzieren. Schließlich sind Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht nur ein Kavaliersdelikt, sondern sie haben oft schwerwiegende Folgen. Statistiken zeigen, dass 12,8 % aller Verkehrsunfälle auf nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Das ist eine Zahl, die zum Nachdenken anregt und vielleicht den ein oder anderen zum langsamer Fahren bewegt.

Wenn wir uns die Bußgelder für Geschwindigkeitsübertretungen einmal genauer ansehen, wird schnell klar, dass die Strafen je nach Überschreitung erheblich variieren. Außerorts reicht das Spektrum von 20 Euro für eine Überschreitung von bis zu 10 km/h bis hin zu 700 Euro für mehr als 70 km/h zu schnell. Und bei innerorts sieht es nicht viel anders aus: Hier können die Strafen bis zu 800 Euro betragen! Das sollte doch zumindest einen kleinen Anreiz bieten, das Gaspedal nicht allzu heftig durchzudrücken.

Die Folgen von Geschwindigkeitsüberschreitungen

Ein Fahrverbot kann bereits ab einer Überschreitung von 41 km/h außerorts oder 31 km/h innerorts verhängt werden. Bei Wiederholungstätern droht es sogar schneller. Und das nicht nur für Pkw – auch Lkw und Fahrzeuge mit Anhängern sind betroffen. Einmal zu schnell und schon kann man in den Fängen der Straßenverkehrsordnung landen. Wer sich einmal die Mühe macht, die genauen Bußgelder und Punkte in Flensburg durchzulesen, dem wird vielleicht ganz anders – oder er wird zum Bremsen animiert.

Die verkehrsberuhigten Bereiche haben ebenfalls ihre eigenen Regeln. Hier ist Schrittgeschwindigkeit angesagt, und wer sich nicht daran hält, kann ebenfalls zur Kasse gebeten werden. Das zeigt: Die Verkehrssicherheit ist ein Thema, das uns alle betrifft. Ob jung oder alt, jeder sollte sich an die Regeln halten – für die eigene Sicherheit und die der anderen.

In Stade bleibt also abzuwarten, wie viele weitere Geschwindigkeitskontrollen folgen werden und ob die Autofahrer ihre Geschwindigkeit anpassen. Ein bisschen mehr Vorsicht kann nicht schaden, besonders wenn man bedenkt, dass im vergangenen Jahr über 2 Millionen Geschwindigkeitsverstöße registriert wurden. Ein klarer Weckruf für alle Verkehrsteilnehmer. Also, liebe Leser, vielleicht das nächste Mal einfach ein wenig langsamer fahren – die Nerven und das Portemonnaie danken es!