Am 29. November wird der Calder-Saal im Sprengel Museum Hannover zum Schauplatz eines außergewöhnlichen musikalischen Abends. Die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik lädt ein zur Veranstaltung „Zeitlupe: simon’s ear“. Ein Konzept, das nicht nur die Ohren, sondern auch den Geist öffnet. Hier stehen nicht nur die Klänge im Mittelpunkt, sondern auch die Geschichten, die sie erzählen. Im Dialog werden die Werke erläutert und die Zuhörenden in die Welt der Neuen Musik eingeführt. Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte!

Die beiden Interpreten, Yaron Deutsch an der E-Gitarre und Florentin Ginot am Kontrabass, sind keine Unbekannten. Sie bringen internationale Erfahrung und frische Ideen mit. Deutsch, Gründer des Ensembles Nikel, hat mit großen Namen der Musikszene zusammengearbeitet, während Ginot seit 2015 Teil des Ensembles Musikfabrik ist und mit seinem Kontrabass neue Wege geht. Die Moderation übernimmt Martina Seeber, die den Abend charmant und informativ leiten wird.

Ein spannendes Programm

Das Programm ist eine aufregende Mischung aus neuen und historischen Klängen. Im Mittelpunkt steht die Uraufführung von Klaus Langs „simon’s ear“, ein Werk, das speziell für das Duo komponiert wurde. Lang, ein österreichischer Komponist und Professor, ist bekannt für seine innovativen Kompositionen, die oft die Grenzen der Musik ausloten. Neben Langs Stück wird das Publikum Werke von Clara Iannotta hören, die mit ihrer zeitgenössischen Handschrift begeistert, sowie Bearbeitungen von Heinrich Ignaz Franz Biber, einem böhmischen Barockkomponisten. Diese Stücke wurden von Deutsch und Ginot für ihr Instrumentarium arrangiert und bringen die barocken Klänge in einen neuen Kontext, was zu spannenden musikalischen Kollisionen führt.

Die Improvisationen, die ebenfalls Teil des Abends sind, laden dazu ein, die Musik spontan und lebendig zu erleben. Ginot beschreibt es so: „Diese Kollisionen“ zwischen den musikalischen Welten helfen, die melodischen und harmonischen Besonderheiten der Barockwerke neu wahrzunehmen. Man kann sich auf eine Reise zwischen den Epochen gefasst machen – von der Barockzeit bis zur Gegenwart.

Ein Fest für Musikliebhaber

Für die, die sich fragen, was der Eintritt kostet – keine Sorge! Die Preise sind fair. Regulär liegt der Preis bei 20 Euro, ermäßigt bei 13 Euro für Schüler:innen, Student:innen und andere berechtigte Personen. Musikstudent:innen zahlen sogar nur 7 Euro an der Abendkasse. Und für alle, die es sich nicht leisten können, gibt es den freien Eintritt im Rahmen der Aktion „Hunger auf Kunst & Kultur“ ab 15 Minuten vor Konzertbeginn. Eine tolle Möglichkeit, Kultur für alle zugänglich zu machen!

Die Ticketreservierung kann bequem per E-Mail erfolgen, und die Abendkasse öffnet 30 Minuten vor dem Konzert. Ein kleiner Tipp: Wer sichergehen will, sollte rechtzeitig kommen, um einen guten Platz zu ergattern.

Die Künstler im Fokus

Yaron Deutsch und Florentin Ginot sind nicht nur Musiker, sie sind auch kreative Köpfe, die die Grenzen der Musik ständig neu ausloten. Deutsch hat nicht nur in großen Orchestern wie dem SWR Symphonieorchester oder den Los Angeles Philharmonics gespielt, sondern auch als Professor an der Hochschule für Musik Basel die nächste Generation von Musiker:innen geprägt. Ginot hingegen hat ein beeindruckendes Repertoire erarbeitet, das klassische und zeitgenössische Musik vereint. Er hat mit namhaften Komponisten wie Georges Aperghis und Helmut Lachenmann zusammengearbeitet und bringt frische Impulse in die Musikszene.

Diese Veranstaltung ist mehr als nur ein Konzert. Es ist ein Erlebnis, das die Zuhörenden in die Tiefen der Neuen Musik eintauchen lässt und sie dazu anregt, über das Gehörte nachzudenken – und vielleicht sogar neue Perspektiven zu entdecken. Wer also in der Region Hannover ist und auf der Suche nach einem besonderen Abend ist, sollte sich den 29. November dick im Kalender markieren.