Anika Kaiser wird bevollmächtigte Bezirksschornsteinfegerin im Kehrbezirk 10509
Am vergangenen Dienstag, den 21. Oktober 2019, war ein ganz besonderer Tag für Anika Kaiser aus Salzgitter. Sie erhielt von Landrat Gerhard Radeck die Bestallungsurkunde zur bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin des Kehrbezirks 10509. Die 43-Jährige, die seit 2000 im Schornsteinfegerhandwerk tätig ist, hat sich nach einer turnusmäßigen Neu-Ausschreibung durchgesetzt und wird nun weitere sieben Jahre für die Sicherheit der Feuerstätten in ihrer Region sorgen.
Der Kehrbezirk umfasst eine Vielzahl von Straßenzügen und Ortsteilen, darunter Königslutter, Groß Steinum, Klein Steimke, Lelm, Rhode, Schoderstedt, Sunstedt, sowie Frellstedt und Süpplingen in der Samtgemeinde Nord-Elm. Auch Ahmstorf in der Samtgemeinde Grasleben und Klein Sisbeck in der Gemeinde Groß Twülpstedt gehören dazu. Ein großes Aufgabengebiet, das Kaiser mit viel Engagement und Erfahrung meistern wird.
Ein starkes Handwerk
Die Bestellung zur bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegerin ist nicht einfach nur ein Titel, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe. Nach dem Schornsteinfeger-Handwerksgesetz wird diese Position für sieben Jahre vergeben, wobei die zuständige Behörde die Eignung und fachliche Leistung der Bewerber bewertet. Anika Kaiser hat dies mit Bravour gemeistert. Ihr Werdegang spricht für sich: Nach ihrer Meisterprüfung im Jahr 2007 bildete sie sich zur Gebäudeenergieberaterin fort und arbeitet seit 2017 auch als Brandschutztechnikerin.
Landrat Radeck drückte bei der feierlichen Veranstaltung seinen Dank für die bisherige Arbeit und die gute Zusammenarbeit aus. Er äußerte zudem die Hoffnung, dass das Schornsteinfegerhandwerk auch in Zeiten von Wärmepumpen und neuartigen Heizsystemen weiterhin bestehen bleibt. Schließlich ist der Schornsteinfeger nicht nur für die Reinigung, sondern auch für die Sicherheit und die Einhaltung der Brandschutzvorschriften verantwortlich. Die Bedeutung dieser Rolle wird oft unterschätzt.
Ein Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen sind groß, denn die Heiztechnologien entwickeln sich rasant weiter. Der Kehrbezirk, in dem Anika Kaiser tätig ist, wird nicht nur durch die Veränderungen in der Heiztechnik geprägt, sondern auch durch die Verantwortung, die sie für die Sicherheit der Bewohner in ihrer Region trägt. Die Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger sind für die Überprüfung der Betriebs- und Brandsicherheit zuständig. Besonders in der heutigen Zeit, in der viele auf alternative Heizsysteme umsteigen, wird ihr Wissen und ihre Expertise mehr denn je gefragt sein.
Anika Kaiser, die bis zu ihrer Eheschließung im August 2019 unter dem Namen Anika Homann bekannt war, hat sich mit ihrer Bewerbung den Platz im Kehrbezirk 10509 gesichert. Es ist bemerkenswert, dass innerhalb der Bewerbungsfrist nur ihre Bewerbung einging. Das spricht für ihre hervorragende Eignung und die Anerkennung, die sie in ihrem Beruf genießt.
Die Bestellung und die damit verbundenen Aufgaben sind ein weiterer Schritt in einer langen Tradition, die das Schornsteinfegerhandwerk auszeichnet. Dabei steht nicht nur das Kehren der Schornsteine im Vordergrund, sondern auch die Beratung der Bürger in Fragen der Brandsicherheit und Energieeffizienz. Ein Handwerk, das auch in Zukunft gefragt sein wird!
