Neugründung des Deichverbands Hodenhagen: Bürgerbeteiligung und Hochwasserschutz im Fokus
Der Deichverband Hodenhagen hat große Pläne! Die Gründungsunterlagen liegen zur Einsichtnahme bereit – und das ist wichtig für alle Bürgerinnen und Bürger, Grundstückseigentümer sowie Erbbauberechtigte im deichgeschützten Gebiet. Vom 26. Oktober bis 27. November 2026 können die Unterlagen in verschiedenen Auslegungsstellen begutachtet werden. Wo genau? Zum Beispiel im Landkreis Heidekreis, Fachgruppe Wasser, Boden, Abfall, in Soltau oder in der Samtgemeinde Ahlden in Hodenhagen. Wer sich lieber online informieren möchte, findet die Unterlagen auch auf der Webseite des Landkreises: heidekreis.de.
Ein wichtiger Punkt in diesem Prozess ist die förmliche Anhörung, die am 3. Dezember 2026 um 17:00 Uhr im Brinkhaus Hodenhagen stattfindet. Anträge und Einwendungen können ganz unkompliziert beim Landkreis oder den genannten Kommunen eingereicht werden – sei es schriftlich, per E-Mail an neugruendung-dv@heidekreis.de oder während der Anhörung. Der Hochwasserschutz, ein Thema, das durch die Hochwasserereignisse zum Jahreswechsel 2023/2024 noch einmal in den Fokus gerückt ist, wird momentan noch über den Dachverband Aller-Böhme organisiert. Aber der Deichverband Hodenhagen soll bald wieder auf einer eigenen rechtssicheren Grundlage stehen.
Hintergründe zur Neugründung
Die Neugründung des Deichverbands ist nicht einfach so aus der Luft gegriffen. Im Dezember 2024 kam es zur Auflösung der drei Deichverbände Hodenhagen, Eilte und Leinetal. Der Grund? Ein Formfehler bei der ursprünglichen Gründung, weil die Karte der jeweiligen Verbandsgebiete nicht Bestandteil der Satzung war. Ein Missverständnis, das der Vorstand des Deichverbands Hodenhagen bereits frühzeitig ans Licht brachte. Doch der Landkreis reagierte nicht wie erwartet. Stattdessen klagte der Vorstand gegen die Auflösungsverfügung. In einem Vergleich vor dem Verwaltungsgericht Lüneburg wurde dann die Aufgabenverteilung bis zur Neugründung geregelt – mit dem Versprechen, dass der Vorstand an der Neugründung beteiligt wird.
Doch, oh Wunder, die Gründung zieht sich hin! Ursprünglich dachte der Vorstand, dass die neuen Verbände bis Ende 2025 stehen würden. Die notwendigen Berechnungen lagen schon vor, und die auf den Konten vorhandenen Barmittel von mehr als 80.000 Euro sollten die Deichunterhaltung während der Übergangszeit finanzieren. Aber jetzt, rund eineinhalb Jahre nach der Auflösung, ist noch nichts passiert. Der Landkreis führt zwar weiterhin die gesetzlich vorgeschriebenen Deichschauen durch, aber die neue Struktur lässt auf sich warten. Und die Fehler in der ausgelegten Karte für Hodenhagen sind auch nicht gerade förderlich.
Rechtlicher Rahmen und Hochwasserschutz
Die rechtlichen Grundlagen für den Hochwasserschutz sind im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) verankert. Dieses setzt die europäische Hochwasserrisikomanagement-Richtlinie in deutsches Recht um und verpflichtet die Mitgliedstaaten, Hochwasserrisiken zu managen. Es geht darum, nachteilige Folgen von Hochwasser zu verringern. Die Verantwortung liegt dabei nicht nur bei den Deichverbänden, sondern auch bei den Kommunen, die im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge für den Hochwasserschutz zuständig sind. Zudem müssen potenziell betroffene Bürger geeignete Vorsorge- und Schadensminderungsmaßnahmen treffen.
Die Organisation des Hochwasserschutzes in Niedersachsen basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Niedersächsischen Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und den Deichverbänden. Diese haben historisch ihre Wurzeln an Flüssen wie der Elbe, Weser und der Aller. Die Deichverbände sind für den Hochwasserschutz und die Unterhaltung der Schutzdeiche verantwortlich. Das ist wichtig, denn Hochwasser betrifft nicht nur einzelne Orte, sondern ganze Flussgebiete – und da ist gemeinsames Handeln gefragt!
Es bleibt spannend, wie sich die Dinge weiterentwickeln. Die Bürger sind gefragt und sollten sich aktiv beteiligen, um den Hochwasserschutz in der Region zusammen zu gestalten und zu sichern. In den kommenden Wochen wird der Deichverband auf seiner Homepage über Neuigkeiten informieren. Ein Blick auf die Webseite lohnt sich also!
