Familie Flöz präsentiert „FINALE (eine Ouvertüre)“: Wortloses Theatererlebnis im Emsland
In der kleinen, aber feinen Kulturwelt des Emslandes gibt es bald einen besonderen Leckerbissen für alle, die sich für das Spiel mit Emotionen und der menschlichen Existenz interessieren. Familie Flöz, bekannt für ihre einzigartigen, wortlosen Geschichten, bringt ihre neueste Inszenierung „FINALE (eine Ouvertüre)“ auf die Bühne. Hier wird das Publikum in eine Welt entführt, in der Sprache nicht erforderlich ist, um tiefste Gefühle zu transportieren. Stattdessen erzählen die Charaktere ihre Geschichten durch Mimik, Gestik und eine unvergleichliche Präsenz.
Die Darbietung verspricht, drei eindrucksvolle Geschichten miteinander zu verweben. Im Mittelpunkt steht der Betreiber eines Spätkaufs, der sich mit dem Motto „Ich koste ja nix“ für seine bunten Kunden aufopfert. Außerdem gibt es einen Sohn, dessen Leben durch die Krankheit seiner Mutter auf den Kopf gestellt wird – ein wahrer Wendepunkt, der in einem Krankenhaus seinen emotionalen Höhepunkt erreicht. Und schließlich die junge Frau, die in einer Waldhütte, umgeben von der Natur, nach dem Sinn des Lebens sucht. Doch, wie es der Zufall will, birgt diese Idylle düstere Geheimnisse.
Ein kreatives Ensemble
Die Theatergruppe Familie Flöz, die seit mehr als drei Jahrzehnten auf der Bühne steht, hat sich einen Namen gemacht mit Inszenierungen, die ohne Worte auskommen. „FINALE (eine Ouvertüre)“ ist dabei nicht nur ein einfaches Stück. Es ist das Resultat einer kreativen Zusammenarbeit von Fabian Baumgarten, Lei-Lei Bavoil, Vasko Damjanov, Anna Kistel und weiteren Talenten, unter der Leitung von Regisseur Hajo Schüler. Die Masken, die in dieser Produktion eine zentrale Rolle spielen, stammen ebenfalls aus seiner Feder. Hier wird nicht nur gespielt, hier wird eine ganze Welt erschaffen, in der aus totem Material lebendige Figuren entstehen.
Die Produktion wird von einem beeindruckenden Team unterstützt, das sich um alles kümmert – von der Bühne (Stéphane Laimé) über die Kostüme (Mascha Schubert) bis hin zur musikalischen Untermalung (Vasko Damjanov und Almut Lustig). Auch die technischen Aspekte, wie Lichtgestaltung und Sounddesign, sind bis ins kleinste Detail durchdacht, um die Zuschauer in die emotionale Tiefe der Geschichten zu ziehen.
Ein Erlebnis für alle Sinne
„FINALE (eine Ouvertüre)“ kann sich sehen lassen, und das nicht nur wegen der packenden Geschichten. Mit einem Spiel, das die Zuschauer einbindet, beginnt die Vorstellung auf eine unverwechselbare Art und Weise. Eintrittspreise reichen von 25 bis 30 Euro, mit ermäßigten Preisen für Schüler und Studierende. Theater-Wahl-Abonnenten dürfen sich sogar über einen Rabatt von 10 % freuen. Es ist also für jeden etwas dabei!
Die Inszenierung findet in Emsland statt, einem Ort, der für seine kulturellen Veranstaltungen bekannt ist. Familie Flöz selbst hat eine spannende Geschichte. Ihre Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1996, als sie mit „Familie Flöz kommt Über Tage“ in Bochum debütierten. Seitdem touren sie durch Europa und darüber hinaus, und ihre Stücke wurden in 32 Ländern aufgeführt. Es ist faszinierend zu sehen, wie sie es schaffen, mit ihren wortlosen Geschichten das Publikum zu fesseln und zu berühren.
Ein Blick auf die Entwicklung von Familie Flöz zeigt, dass sie sich stets neu erfunden haben. Von ihren ersten Vorstellungen bis hin zu ihren heutigen Produktionen haben sie immer wieder bewiesen, dass Theater mehr ist als nur Worte. Es geht um Gefühle, um das Spiel von Licht und Schatten, um Leben und Tod – und das alles ohne eine einzige gesprochene Silbe. Wenn das nicht ein Grund ist, sich „FINALE (eine Ouvertüre)“ anzusehen, dann wissen wir auch nicht weiter!
