Heute, am 19. Oktober 2026, fand sich eine illustre Runde aus EU-Abgeordneten, Vertretern der LEADER-Regionen Rügen und Nordvorpommern sowie weiteren Akteuren zusammen, um über die Zukunft der ländlichen Entwicklung zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Gespräche stand das EU-Förderprogramm LEADER, das in der kommenden Förderperiode von 2028 bis 2034 eine entscheidende Rolle spielen soll. Die Atmosphäre war geprägt von einem lebhaften Austausch über die Herausforderungen und Chancen, die ländliche Räume in den nächsten Jahren erwarten.

Besonders wichtig war dabei die Frage, wie die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen gestaltet werden können. Die Abgeordnete Sabrina Repp betonte, dass verlässliche Rahmenbedingungen und frühzeitige Klarheit über die Fördermöglichkeiten von enormer Bedeutung sind. Schließlich brauchen Projekte oft eine lange Vorlaufzeit und sind auf die Zusammenarbeit von Kommunen, Vereinen und ehrenamtlich Engagierten angewiesen. Wenn man bedenkt, wie viel Herzblut in solchen Initiativen steckt, ist es nur fair, dass die Förderbedingungen auch entsprechend angepasst werden.

Die Herausforderungen der ländlichen Räume

Die Vertreter der LEADER-Regionen wiesen auf die vielfältigen Anforderungen hin, die an ländliche Räume gestellt werden. Thomas Möhnke, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Rügen, brachte es auf den Punkt: LEADER fördert nicht nur die nachhaltige Entwicklung, sondern stärkt auch Eigenverantwortung und demokratische Teilhabe. Ein wichtiger Aspekt, den er hervorhob, war die Notwendigkeit ausreichender finanzieller Mittel und angemessener Kofinanzierungshöhen. Die Forderung nach regionalen Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für die Lokalen Aktionsgruppen ist ebenfalls ein zentraler Punkt, der die Diskussion prägte.

Ein großes Thema sind auch die Unsicherheiten, die in Bezug auf die künftige Finanzierung bestehen. Die laufenden EU-Verhandlungen, die festlegen sollen, welche Förderbedingungen den ländlichen Regionen ab 2028 zur Verfügung stehen, könnten entscheidend sein. Bereits jetzt ist klar, dass die EU-Kommission am 16. Juli 2025 Vorschläge für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen veröffentlicht hat, die zur Diskussion stehen. Die Frage, wie die bisherigen Fonds gebündelt werden, oder ob es einen Nationalen und Regionalen Partnerschaftsplan geben wird, beschäftigt die Verantwortlichen.

Ein gemeinsames Ziel

Die LEADER-Regionen Rügen, Nordvorpommern und die zwölf weiteren Regionen in Mecklenburg-Vorpommern haben ein gemeinsames Positionspapier zur Förderperiode ab 2028 erstellt, das Sabrina Repp überreicht wurde. Ihr Ziel ist klar: Sie möchte die Anliegen der LEADER-Regionen auf europäischer Ebene in die Debatte einbringen, um eine verlässliche Planung für die Förderperiode 2028–2034 zu erreichen. Man kann nur hoffen, dass diese Bemühungen fruchten und die ländlichen Räume in der nächsten Förderperiode nicht ins Hintertreffen geraten.

Der Blick in die Zukunft bleibt allerdings spannend. Die Verhandlungen über die neuen Strukturen und Rahmenbedingungen werden voraussichtlich bis 2027 andauern. Das lässt Raum für Spekulationen und aufkommende Fragen. Wie wird das deutlich geringere Budget die Förderlandschaft beeinflussen? Werden die neuen Regelungen den Bedürfnissen der ländlichen Regionen gerecht? Wir werden sehen, was die nächsten Monate bringen, aber eines ist klar: Die Akteure vor Ort sind bereit, sich für ihre Anliegen einzusetzen. Und das ist doch ein ermutigendes Zeichen!