Die Stadt Hemau hat sich in den letzten Jahren intensiver mit dem Thema Hochwasserrisikomanagement auseinandergesetzt. Starkregen, schwierige Wetterereignisse und Schneeschmelzen haben immer wieder zu Problemen geführt, insbesondere im Kernort und im Ortsteil Hohenschambach. Bei einer Informationsveranstaltung wurden die Ergebnisse eines umfassenden Gutachtens vorgestellt, das die Stadt in Auftrag gegeben hat. Die Untersuchung wurde von Prof. Rudolf Metzka von der Technischen Hochschule Deggendorf sowie dem Ingenieurbüro Wöhrmann aus Haglstadt durchgeführt und legt den Fokus auf ein statistisches 100-jähriges Regenereignis.

In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Überflutungen von Straßen, Plätzen und Privatanwesen in Hemau und Hohenschambach, zuletzt im Jahr 2016. Trotz bestehender Gräben, Rückhalteeinrichtungen und Entwässerungssysteme, die einen gewissen Schutz bieten, gibt es dennoch lokale Schwerpunktbereiche, in denen Handlungsbedarf besteht. Das Gutachten hat hier wichtige Ansatzpunkte geliefert, um die Situation zu verbessern und die Bürger besser vor zukünftigen Hochwasserereignissen zu schützen.

Umgesetzte und geplante Maßnahmen

Bereits umgesetzte oder geplante Maßnahmen sind ein zentraler Bestandteil des Hochwasserrisikomanagements in Hemau. Dazu zählen unter anderem die Eintiefungen und Modellierungen des Siebergrabens sowie der Bau eines Regenrückhaltebeckens im Südwesten von Hemau. Nach dem Starkwetterereignis 2016 wurden zusätzliche Vorkehrungen im Norden von Hemau getroffen, und die Fertigstellung eines Regenrückhaltebeckens im Haderthal, Hohenschambach, steht ebenfalls auf der Agenda.

Darüber hinaus wird bei neuen Bauprojekten wie „Hemau Sixenfeld“ und im Rahmen des „Städtischen Naherholungsgebiets“ auf die Schaffung von Pufferflächen und die Verbesserung bestehender Strukturen geachtet. Diese Maßnahmen sind entscheidend für die langfristige Sicherheit der Bürger.

Eigenvorsorge der Bürger

Ein wichtiger Aspekt, der in der Diskussion um Hochwasserschutz nicht vernachlässigt werden sollte, ist die Eigenvorsorge der Bürger. Die Reduzierung versiegelter Flächen, eine erosionsmindernde Bepflanzung sowie die Sicherung von Lichtschächten, Kellerabgängen und Zufahrten können entscheidend dazu beitragen, das Risiko von Hochwasser zu minimieren. Jeder Einzelne kann also aktiv mitwirken, um sein Zuhause besser zu schützen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Informationen für die Bürger

Das Gutachten wird bald auf der städtischen Website veröffentlicht, sodass alle interessierten Bürger die Möglichkeit haben, sich über Karten und Animationen ein individuelles Bild ihres Gefahrenpotenzials zu verschaffen. Für Rückfragen stehen die Stadtverwaltung unter der Telefonnummer 09491/9400-0 oder per E-Mail an stadt@hemau.de zur Verfügung.

Für weitere Informationen zu den Hochwasserrisikomanagement-Maßnahmen in Hemau können Sie auch die offizielle Webseite der Stadt besuchen hier.