Mikrozensus 2026 startet: 130.000 Bayern geben Einblick ins Leben!

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Im Januar 2026 startet der Mikrozensus in Bernhardswald. 130.000 Bürger werden zu Lebensbedingungen befragt, um wichtige Daten für politische Entscheidungen zu sammeln.

Mikrozensus 2026 startet: 130.000 Bayern geben Einblick ins Leben!

Der Mikrozensus 2026 startet im Januar 2026 und wird voraussichtlich 130.000 Bürgerinnen und Bürger befragen. Dabei handelt es sich um die größte jährlich stattfindende Haushaltsbefragung in Deutschland, die seit 1957 durchgeführt wird und etwa 1% der Bevölkerung zu ihren Lebensbedingungen befragt. In Bayern sind derzeit rund 130.000 Personen aus etwa 65.000 Haushalten betroffen. Die Auswahl der Befragten erfolgt durch ein mathematisches Zufallsverfahren, sodass eine repräsentative Datenbasis entsteht.

Diese Erhebung wird von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder organisiert und dient als wichtige Grundlage für politische Entscheidungen. Der Mikrozensus liefert umfassende Daten zur Struktur, wirtschaftlichen und sozialen Lage der Bevölkerung. Dazu zählen Informationen zu Familie, Haushalt, Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit, Ausbildung und Migration.

Warum ist der Mikrozensus wichtig?

Die Statistiken aus dem Mikrozensus werden von Parlamenten, Verwaltungen, Wissenschaft und Medien genutzt. Die gewonnenen Daten sind entscheidend für verschiedene Programme zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung, sowie für die Planung von EU-Regional- und Sozialfonds. Zudem sind sie relevant für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung sowie für den Rentenversicherungsbericht und die monatliche Berichterstattung zur Erwerbslosigkeit in der EU. Die Verwendung der Daten erstreckt sich häufig bis in die wirtschaftliche Strategie von Bund und Ländern.

Der Mikrozensus umfasst ein Kernfrageprogramm, das grundlegende Informationen zu Haushalt, Person, Erwerbstätigkeit, Kinderbetreuung, Ausbildung und Internetnutzung erhebt. Zusätzliche Erhebungsteile vertiefen Themen wie Einkommen, Lebensbedingungen und die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Laut Destatis erfolgt bei der Befragung keine Nutzung umfassender Verwaltungsdaten, weshalb Fragen zu Einkommen unvermeidlich sind. Hilfsmerkmale wie Name und Anschrift werden nur zur Organisation der Umfrage verwendet und unterliegen strenger Vertraulichkeit.

Besonderheiten und Erhebungsmethoden

In der Erhebung können die Befragten zwischen einer Online-Befragung, einem persönlichen Gespräch oder einer postalischen Befragung wählen. Alle Mitglieder des ausgewählten Haushalts sind auskunftspflichtig, selbst Minderjährige und erkrankte Personen müssen befragt werden. Die Ergebnisse des Mikrozensus bieten detaillierte Einblicke in die Bevölkerungsstruktur und soziale Lage und sind für Deutschland, Bundesländer und größere Städte verfügbar. Die Veröffentlichung der ersten Ergebnisse erfolgt gestaffelt, wobei Kernfragen in der Regel Ende März des Folgejahres verfügbar sind.

Der Mikrozensus ist als rotierendes Panel angelegt, was wertvolle Querschnitts- und Trendanalysen ermöglicht. Diese Erhebungen sind besonders wichtig, um die Lebenschancen verschiedener sozialer Gruppen zu analysieren und regionale Ungleichheiten sichtbar zu machen. Die Methodik sowie die kontinuierliche Anpassung des Erhebungsdesigns sind darauf ausgelegt, eine hohe Datenqualität und Validität sicherzustellen.

Insgesamt ist der Mikrozensus nicht nur ein nationales, sondern auch ein bedeutendes internationales Instrument, welches die Vergleichbarkeit von sozialen Daten innerhalb der EU ermöglicht. Weitere Informationen zu den Zielen und der Methodik des Mikrozensus finden Sie auf forschungsdatenzentrum.de.