Nachhaltige Wärmeplanung: Barbing geht aktiv in die grüne Zukunft!

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Barbing startet 2025 ein nachhaltiges Wärmeversorgungsprojekt zur Reduzierung des Energieverbrauchs und Einbindung der Bürger.

Nachhaltige Wärmeplanung: Barbing geht aktiv in die grüne Zukunft!

Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung (KWP) in Barbing wird seit Januar 2025 eine umfassende Strategie zur nachhaltigen Wärmeversorgung erarbeitet. In Kooperation mit ACHHAMMER Engineering soll eine effiziente und umweltfreundliche Wärmeversorgungsstrategie für die Gemeinde entwickelt werden. Ziel der KWP ist es, den Wärmebedarf zu analysieren, klimafreundliche Optionen zu untersuchen und die Bürger aktiv in den Planungsprozess einzubeziehen. Dies wird von barbing.de gefördert, unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Im Rahmen dieser Initiative hat die Bestandsanalyse ergeben, dass Barbing derzeit eine Bevölkerung von 6.351 Einwohnern hat, wovon 87% in Wohngebäuden leben. Die Heizungsstruktur ist stark fossil geprägt: 42% der Wärmeversorgung erfolgt über Heizöl, gefolgt von 27% Gas, 9% Holz, 4% Fernwärme und nur 12% aus erneuerbaren Energien. Zudem existieren in Barbing derzeit 1.256 dezentrale Wärmeerzeuger, deren durchschnittliches Alter bei 22,5 Jahren liegt.

Planungsprozess und Bürgerbeteiligung

Der Prozess der KWP umfasst mehrere Schritte, darunter die Analyse des Wärmebedarfs in Wohngebieten, öffentlichen Gebäuden sowie im Gewerbe. Auch die Untersuchung von kostengünstigen und umweltfreundlichen Wärmeversorgungsoptionen, wie etwa Nahwärmenetze und Solarthermie, spielt eine entscheidende Rolle. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Austausch fossiler Heizungen durch erneuerbare Heizsysteme. barbing.de betont die Einbindung der Bürger, die durch Informationsveranstaltungen und Bürgerdialoge in den Prozess eingebunden werden sollen.

Die Potenzialanalyse identifiziert zudem Ausschlussgebiete, wie Naturschutzflächen und Hochwassergefahren, und untersucht die Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien. Eine zentrale Herausforderung ist die Sanierung älterer Gebäude, insbesondere jener, die vor 2012 erbaut wurden. Hier wird ein erhebliches Potenzial zur Reduzierung des Nutzwärmeverbrauchs gesehen.

Ziele und Umsetzungsstrategie

Ein zentrales Ziel der KWP ist die Reduzierung des Nutzwärmeverbrauchs bis 2045. Dabei sollen bis zu 15,5% (niedrige Energieeffizienz) bzw. 26,9% (hohe Energieeffizienz) des Verbrauchs eingespart werden. Um dies zu erreichen, ist ein Ausbau der bestehenden Wärmenetze sowie die Förderung dezentraler, CO₂-neutraler Heizlösungen geplant. Die Umsetzung erfolgt über einen detaillierten Maßnahmenkatalog, der regelmäßig alle fünf Jahre aktualisiert wird. barbing.de hebt hervor, dass sowohl ein Top-Down- als auch ein Bottom-Up-Verfahren zur Überwachung der Zielerreichung zum Einsatz kommen wird, wobei auch Daten zu CO₂-Emissionen und Heizsystemen erhoben werden.

Ein weiterer Aspekt der KWP ist die Beteiligung verschiedener Akteure, einschließlich Bürger, Gemeinderat und Energieversorger. Die kontinuierliche Analyse und Anpassung der KWP auf Basis neuer Daten und Entwicklungen stellt sicher, dass die Gemeinde auf dem richtigen Weg zur Schaffung eines nachhaltigen Wärmeversorgungssystems bleibt.

Quellen: