Sternsinger 2026: Schule statt Fabrik für benachteiligte Kinder!
Am 1. Januar 2026 wurden in Hahnbach 20 Sternsinger ausgesendet, um auf Bildungschancen für Kinder in Entwicklungsländern aufmerksam zu machen.
Sternsinger 2026: Schule statt Fabrik für benachteiligte Kinder!
Am 1. Januar 2026 wurden in der Pfarrkirche von Hahnbach 20 Sternsinger ausgesendet, eine Aktion, die unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ steht. Diese Initiative zielt darauf ab, Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern eine Schulbildung zu ermöglichen. Viele Kinder müssen aufgrund von Armut arbeiten, oft unter gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Die Ministranten, die von Mesnerin Rosmarie Rauch und älteren Kollegen ausgestattet wurden, zeigen damit ein starkes Engagement für die Rechte der Kinder.
Pfarrer Michale Birner nutzte den Neujahrsgottesdienst, um den Einsatz der Sternsinger zu würdigen. Eine der Gruppen trug Segenswünsche der Pfarrgemeinde vor und erhielt dafür große Anerkennung. Birner dankte den Begleitpersonen und bat um eine freundliche Aufnahme für die KönigInnen und Sternträger. Er wünscht der Gemeinde „Gottes Segen fürs Jahr 2026“.
Ziel der Sternsingeraktion
Die Sternsingeraktion 2026 fokussiert sich auf Bangladesch, wo schätzungsweise 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, von denen 1,1 Millionen unter äußerst schlechten Bedingungen leben. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich aktiv für die Befreiung dieser Kinder aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen ein. Die Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) beispielsweise arbeitet in der Region Jessore, um Kindern den Zugang zu Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. Caritas Bangladesch trainiert Kinder aus armutsbetroffenen und benachteiligten indigenen Bevölkerungsgruppen im Norden des Landes und sensibilisiert deren Eltern für das Recht auf Bildung.
Globale Herausforderungen beim Zugang zu Bildung
Laut BMZ ist der Zugang zu Bildung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, zu denen Mädchen, Menschen in Armut und ethnische Minderheiten gehören, besonders schwierig. Viele Mädchen sind durch traditionelle Rollenverteilung und frühe Heiratsverhältnisse am Schulbesuch gehindert. Diese Herausforderungen sind noch größer, wenn die Familie in Armut lebt, was die Bildungschancen zusätzlich verschlechtert. Auch Kinder mit Behinderungen haben oft keinen Zugang zu Schulen und stehen vor weiteren Hürden.
Die COVID-19-Pandemie hat die Bildungssituation zusätzlich verschärft: Im April 2020 waren etwa 1,6 Milliarden Schüler und Studenten weltweit betroffen von Schulschließungen. Währenddessen haben nur 25 % der Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen in digitale Lernangebote investiert, verglichen mit 96 % der hochentwickelten Länder. Dies führte dazu, dass mehr als 463 Millionen Kinder keinen Zugang zu Online-Lernangeboten hatten, was besonders Mädchen benachteiligte. Krisen und Konflikte hindern viele Kinder weiterhin am Schulbesuch, was das Risiko von „verlorenen Generationen“ erhöht.
Die Sternsingeraktion bietet eine wertvolle Plattform, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und sich aktiv für die Rechte und Bildungschancen von Kindern einzusetzen. Sie trägt dazu bei, dass diese wichtigen Themen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangen und Unterstützung erfahren.