In der beschaulichen Gemeinde Hahnbach, die sich in der Oberpfalz befindet, gibt es eine ganz besondere Mischung aus Geschichte und Moderne: den Schießbetrieb hinter dem Frohnberg, der auf Sulzbacher Gebiet liegt. Hier wird nicht nur mit bleihaltiger Munition geschossen, sondern auch ein Stück Heimatgeschichte lebendig gehalten. Die Region hat sich seit den Zeiten der Erbfolgekriege stark verändert, und heute kommt zum Glück niemand mehr zu Schaden.

Ein wichtiger Teil der lokalen Geschichte ist das ehemalige Wirtshaus in den Faatzen. Die Heimatpflegerin Marianne Moosburger ist auf der Suche nach Bildern dieses traditionsreichen Lokals, das in den 70er Jahren abgerissen wurde. Viele Erinnerungen an Hochzeiten und Ausflüge dorthin sind in den Köpfen der Menschen geblieben. Das Wirtshaus war bekannt für seine herzliche Atmosphäre und die Bedienung durch drei fröhliche Mädchen.

Der Schießplatz und seine Regeln

Der Schießstand, der auf dem Grund der Stadt Sulzbach errichtet wurde, hat sich über die Jahre hinweg verändert. Eine der beiden ursprünglichen Bahnen ist mittlerweile zugewachsen, während die nördliche Bahn weiterhin genutzt wird und einen Unterstand hat. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Benutzerordnungen: Nur bleihaltige Munition ist erlaubt, und die Hülsen müssen nach dem Schießen mitgenommen werden. Ein Sicherheitszaun, der seit 2013 das Gelände schützt, sorgt dafür, dass alles geordnet und sicher abläuft.

Die Schießübungen werden klar gekennzeichnet, indem rote Fahnen und Warntafeln aufgestellt werden. Es dürfen maximal drei Personen gleichzeitig im Schießstand sein, und die Nutzung kostet 3 Euro, um die Unkosten zu decken. Gehörschutz ist unbedingt erforderlich, und wer einen Schalldämpfer verwenden möchte, benötigt eine Betriebserlaubnis.

Von der Jagd zur Schießausbildung

Das Gelände wird vom BJV Amberg-Sulzbach für Schießausbildung und Übungen gepachtet und auch von der Bereitschaftspolizei genutzt. Interessanterweise mündet der Peterranzenbach in die Vils und speist Weiher, die für die Karpfen- und Forellenzucht genutzt werden. Diese natürliche Umgebung hat auch die Kinder der Gemeinde geprägt, die sich in ihren frühen Jahren oft auf die Suche nach Geschossen gemacht haben. Erinnerungen an Lausbubenkämpfe und das Erleben der Natur sind Teil der Kindheit in dieser Region.

Historisch betrachtet ist der Flurname „Faatzen“, der seit 1326 belegt ist, von Bedeutung. Er bedeutet wahrscheinlich Torfrasen oder Riedrasen und gibt einen Einblick in die landwirtschaftliche Nutzung der Umgebung. Über 40 Jahre lang war Franz Erras Jagdpächter in der Region und hat somit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Traditionen und der Natur geleistet.

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