Heute ist der 13.04.2026 und in Hahnbach gab es einen besonderen Anlass zur Freude: Ein neues Marterl wurde auf dem Laubberg bei Godlricht von Pfarrvikar Christian Preitschaft geweiht. Die Weihe fand im Rahmen einer kleinen Andacht statt, die von vielen Dorfbewohnern besucht wurde. Die Atmosphäre war von einer herzlichen Gemeinschaft und einem tiefen Sinn für Spiritualität geprägt.
Der Initiator dieses Projekts, Werner Schön, richtete seinen Dank an die Anwesenden und an seinen Sohn Heribert, der die Hauptarbeit geleistet hat. Auch den weiteren Mitarbeitern und Sponsoren wurde Anerkennung zuteil. Schön hatte bereits im Zuge der Dorferneuerung den Wunsch geäußert, eine kleine Kapelle zu bauen, was ihm jedoch nicht genehmigt wurde. Stattdessen renovierte er einen maroden Bildstock im Gewerbegebiet und stellte sieben neue Bänke auf. Darüber hinaus setzte er auch die restlichen der zwölf Ruheplätze auf einem sieben Kilometer langen Weg rund ums Dorf instand.
Ein lang gehegter Wunsch
Werner Schön hegte seit einer Reha im Jahr 1995 den Wunsch, ein eigenes Marterl zu bauen. Nach dem Aufstellen des letzten Bankls im Juli 2025 begann er mit der Planung und der Suche nach Helfern. Viele Unterstützer sagten ihre Hilfe zu, darunter der Hauptsponsor Herrmann Ulrich, Alfons Mertel, die Firma Rauch sowie die Familien Härtel, Kachel und Lösch. Materialien wie Beton, wasserfeste Platten, Eisen, Glas und Zubehör wurden organisiert, um das Vorhaben in die Realität umzusetzen.
Für das Marterl stiftete Werner Schön eine Altöttinger Madonnenfigur. Der Standort wurde an einer Weggabelung in einem Waldstück der Familie ausgewählt, was dem Marterl eine besondere Bedeutung verleiht. Schön nannte seine Familie als Motivation für das Marterl: seine Frau Maria Theresia, gen. „Resi“, und sein Sohn Heribert. Nach einem Monat war das Marterl mit der Inschrift „Zu Ehren der Mutter Gottes“ und dem Namen des Hauptsponsors Ulrich fertiggestellt. Es wurden auch Kreuze, fest installierte Laternen, eine Bank und ein Geländer für Fußkranke hinzugefügt.
Die Weihe des Marterls
Am Karfreitag feierte Maria ihren 80. Geburtstag, und Pfarrvikar Christian Preitschaft erfuhr von dem Marterl. Er schlug vor, das Marterl einzuweihen und möglicherweise im Mai eine Maiandacht dort abzuhalten. Die Familie Schön stimmte der Einweihung zu, und das Dorf wurde über die Segnung informiert. Viele Menschen kamen zur Weihe, die als „Oase der Stille und Einkehr“ bezeichnet wurde.
Die Segnung umfasste Gesang, Gebet, Weihwasser und Weihrauch. Pfarrvikar Preitschaft betonte, dass das Marterl der inneren Einkehr dienen und die Seele zur Ruhe kommen lassen soll. Diese kleine Andacht und die damit verbundene Segnung sind ein wunderbares Beispiel dafür, wie Gemeinschaft und Spiritualität in Hahnbach lebendig gehalten werden.
Für weitere Informationen über das Marterl und die Weihe, besuchen Sie bitte die offizielle Webseite von Hahnbach.