Heute ist der 7.07.2026 und ich kann es kaum fassen, dass wir hier in Hahnbach eine so herausragende Persönlichkeit verloren haben. Gretl Mildner, unsere geliebte Märchenerzählerin, ist am 3. Juli im Alter von 86 Jahren verstorben. Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke in unserer Gemeinde. Die Trauer um sie ist spürbar, denn sie war nicht nur eine Geschichtenerzählerin, sondern auch eine Frau, die mit ihrem Leben und ihrer Arbeit unzählige Menschen inspirierte.

Gretl wurde am 24. Dezember 1939 als dritte Tochter von Theresia und Johann Graf geboren. Viele von uns haben sie als die fröhliche Nachbarin im Schalkenthaner Weg gekannt, die mit ihrem ansteckenden Lachen und ihrem Humor zur „Ehrenbürgerin vom Schalkenthaner Weg“ ernannt wurde. Was für eine Ehre! Am 13. Mai 1960 heiratete sie Heinz Mildner und gemeinsam bauten sie das elterliche Haus aus – ein Zuhause, das immer ein offenes Ohr und eine warme Umarmung bot.

Engagement und Kreativität

Gretl Mildner war eine Frau, die nie stillstand. Sie war nicht nur Mutter von Peter und Uschi, sondern übernahm auch Verantwortung für ihre Enkelsöhne nach dem Bergbahnunglück 2000. Ihr Engagement in der Frauenunion ist legendär. Als Gründungsmitglied wurde sie am 12. März 1979 zur ersten Vorsitzenden gewählt und führte die Organisation in den ersten zehn Jahren mit viel Herzblut. Auch in anderen Vereinen wie dem Frauenbund, dem Kneippverein und dem Obst- und Gartenbauverein hinterließ sie ihre Spuren.

Besonders in Erinnerung bleibt ihr Talent als Märchen- und Geschichtenerzählerin. Bei Veranstaltungen wie dem Hahnbacher Kellergruseln oder im Ferienprogramm für die AOVE und die Kindergärten war sie eine wahre Bereicherung. Es gab nichts Schöneres, als ihren Geschichten zu lauschen und in die fantastischen Welten einzutauchen, die sie erschuf. Man konnte die Begeisterung in ihren Augen sehen, wenn sie vor kleinen Zuhörern stand.

Ein bleibendes Erbe

Gretl war nicht nur eine Erzählerin, sondern auch eine Visionärin. Ihre Idee für den Baummediationsweg auf der Gockelwiese zeigt, wie kreativ sie war. Außerdem engagierte sie sich aktiv bei szenischen Führungen auf dem Frohnberg. Selbst als ihre Kräfte nachließen, blieb sie offen für ihre Umwelt und zeigte sich stets kreativ. Ihr Ehemann Heinz pflegte sie hingebungsvoll und war stets an ihrer Seite – eine wahre Liebesgeschichte, die uns alle berührt.

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Wir werden Gretl Mildner nicht vergessen. Ihr unermüdlicher Einsatz, ihre Leidenschaft für Geschichten und ihre Liebe zu ihrer Familie und der Gemeinde haben Hahnbach bereichert. Sie hinterlässt ein Erbe, das in unseren Herzen weiterlebt. Für all das und noch viel mehr – danke, liebe Gretl! Ihre Geschichten werden uns auch weiterhin begleiten. Wer mehr über ihr Leben erfahren möchte, kann sich gerne auf der offiziellen Webseite von Hahnbach umsehen: hier.